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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 6 · p. Seite 480

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 6
Article
Neueres Schrifttum zur jüdischen Sagen- und Stoffgeschichte
Date
1936-01-01
Page
Seite 480 (sequence 13)
Language
German
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480 B. Heller her auch Rene Basset, 1001 Contes II, 479 f. Les effets du men*- songe viel Morgen« und Abendländisches bespricht. Sherwood (S. 4, Anm.) gesteht, daß kaum eine der aus dem christlichen Mittelalter angeführten Parallelen älter ist als ibn Sabara. Hierin liegt bedeutsame Anerkennung für die sagen« geschichtliche Bedeutung des Sefer Schaaschuim. Dr. Immanuel Olsvanger, 1. Rosinkess mit M andien. Basel (Schweizerische Ges. für Volkskunde) 19312. 2. Rejte Pomeranzen: Berlin (Schocken) 1935. Durch Johannes Bolte auf Olsvangers Rosinkess aufmerk״ sam gemacht, habe ich in dieser MGWJ (1927 LXXI, 20—30) dieser Fundgrube jüdischen Witzes und Geistes gerecht zu werden versucht. Nun liegt uns, höchst willkommen, eine zweite völlig veränderte und vermehrte Auflage vor, ebenfalls von der Schweizerischen Ges, für Volkskunde herausgegeben, verstand« nisvoll gefördert von Ed. Hoffmann-Krayer und Hanns Bächtold« Stäubli. Weggeblieben sind hier bedauerlicherweise z. B. die Volks« tieder, um das einheitliche Gepräge zu wahren. Hinzugekommen ist eine Widmung an Alter Drujanow in Tel Aviv, in der Olsvanger die Eigenart seiner Sammlung beleuchtet, und für 9 Stücke auch Stoffgeschichtliches streift. Hier gibt er an, der ersten Auflage 50 weitere Erzählungen hinzugefügt zu haben. In Wirklichkeit sind es mehr als 70. Aus der Fülle einige Proben. Nr. 154. Zu einem reichen Juden tritt man ein, um für die Ausstattung einer armen Braut zu sammeln. Anfangs unterbricht er sein Gebet nicht. Wie er aber erfährt, es geht um dwar mizweh, da darf er mafsik sein und ruft aus: ich gebe nichts. Nr. 171. Ein reicher Fischhändler, um ein Dar« leben gebeten, schützt einen Vertrag mit der Bank vor: die Bank dürfe keine Fische verkaufender keine Geldgeschäfte machen. Nr. 258. Ein Jäh« zorniger zetert, flucht. Wem fluchst du, fragt man ihn. Das wird sich schon finden. Nr. 235. Der Spaßmacher Motke Chabad wird zum Helden einer Schwenk«Aggada־Novelle. Am Sinai rät Moses, Gott möge die Tara gegen Witzlinge schützen. Adam, an dem Gott alle Geschlechter vorbei« ziehen läßt, bezeichnet Motke Ghabad als den gefährlichsten Witzbold. Um ihn zum Schweigen zu bringen, gewährt ihm Gott das Recht, neben dem Sinai eine Schenke zu errichten, nach Bezalels Bauplänen, mit Wein aus Noes Kellern, nach Ratschlägen von Lot. Da spielt David die Geige, Salomo singt das Lied der Lieder, Mirjam׳ führt Tänze auf. Motke wird auch

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