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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 6 · p. Seite 479

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 6
Article
Neueres Schrifttum zur jüdischen Sagen- und Stoffgeschichte
Date
1936-01-01
Page
Seite 479 (sequence 12)
Language
German
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Neueres Schrifttum zur jüd. Sagenu. Stoffgeschichte 479 sind. Unbeachtet geblieben sind auch meine Ergänzungen in dieser MGWJ 1927 LXXI, 33—38. Gründlich genützt werden besonders Wesselskis Meisterwerker sein Mönchslatein 1909 und seine Märchen des Mittelalters 1925, ferner die Exempla-Literatur des Mittelalters,— zu bedauern ist, daß Gasters Exempla gar nicht berücksichtigt werden. Sherwood zählt die 15 Erzählungen getreu nach Davidson auf. Eingehender untersucht er folgende. No. 7. Das kluge Bauernmädchen,, genauer wäre: Der Affe am Halse der Frauen, ein Mann in den Harem eingeschlichen, die Rahmenerzählung der Mischle Sindbad, der Mann wird vom klugen Bauernmädchen entlarvt. Für die Scharfsinnproben, die das Mädchen besteht, wäre noch zu nutzen gewesen Walter Andersons Kaiser und Abt, FFC No. 42, —besonders aber Jan de Vries, Die Märchen von klugen Rätsellösern, Helsinki 1928, FFC 73, 358—362, wo eben dieses Märchen untersucht wird. Zur Aufforderung ״Willst du mich tragen oder soll ich dich tragen" das heißt: willst du mir erzählen, oder soll ich dir erzählen, s. noch ׳Rene Basset, 1001 Contes etc. T, II 157 ff. No. 9. Jakob von Cordova und der vornehme Betrüger, Motiv des De״ positaire infidele, des geprellten Betrügers. Seither hat Marmorstein diesem der jüd. Literatur geläufigen Stoff eine besondere Untersuchung gewidmet, MGWJ 1934 LXXVIII 183—195, doch dabei Davidsons Forschungen und überhaupt das Sefer Schaaschuim nicht beachtet. 10. Der wahre Sohn, der Sklave der das Erbe des Sohns beansprucht. Der Erbstreit zwischen echtem und unechtem Sohn ist bereits dem Talmud bekannt (Baba Bathra 58a). Am eingehendsten untersucht von Theod. Zachariae, Kleine Schriften 1920, 304—319—322 Ein salomonisches Urteil. S. auch Ginzberg, Legends IV, 131, Saintyves, S. 26 f., Heller in Bolte* Polivkas Anmerkungen IV 331, 351 in REJ, 1935, Maimuni-Heft, 144. W.Tobit. Sherwood verwertet vorzüglich Liljeblats Mono״ graphie, Die Tobiasgeschichte und andere Märchen mit toten Helfern. Die Annahme, Sabara habe uns verlorene jüdische Überlieferungen über Tobit gekannt, scheint mir unhaltbar. Die Änderungen, besonders, daß der Prophet Elijahu an Stelle des Engels Raphael tritt, dürfte Sabara selbst vorgenommen haben. 15. Die Wäscherin im Dienste des Teufels; Sherwood ergänzt hier die Ausführungen Wesselskis zu seinem 5. Märchen ״Schlimmer als der Teufel“, wo auffälligerweise das Sefer Schaaschuim nicht hineinbezogen war. Hinzufügen möchte: ich, daß bereits Reinh. Köhler (Kleinere Schriften III, 12, Anm.) reiche Beiträge für diesen Stoff gesammelt hat, ferner, daß seit-

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