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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 5 · p. Seite 435

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1936-01-01
Page
Seite 435 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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Besprechungen 435 nachten, am Palmsonntag (florida, franz. fleuries) und am Johannistag Wein, Brot oder einen (eisernen) Schlüssel in das Wasser taten, um es vor der Verwandlung in Blut zu schützen, ist zu beachten. Ursprünglich bestand, nach der Anfrage der Gelehrten von Kairuan an den Gaon Hai, der Tekufabrauch bekanntlich nur darin, daß man an diesen vier Terminen Wasser zu trinken vermied. In Deutschland scheinen an drei, später an vier Sonnenwenden (und Äquinoktien) auch die Nichtjuden ähnliche Bräuche geübt zu haben, wie sie in jüdischen Kreisen festzustellen sind. Gerade diese Stelle in einem Inquisitionsakt, die die Tekufa als eine spezifisch jüdische Sitte bezeichnet, läßt aber vermuten, daß es sich bei den spanischen Juden mehr um die Abwehr speziell judenfeindlicher, geheimnisvoller Mächte, eine Art jüdischen Brunnenvergiftungs-GIauben, gehandelt hat. Näheres hierüber behalte ich mir für eine andere Gelegenheit vor. — In ״pataf e pitof“ S. 515 sehe ich ״besiman tob ubemazzal tob“. .— פרק usw. findet man in Mitt. z. jüd. Volksk. V (1900), S. 60. Statt כפן פקן ist zu lesen קפו פקר, Variationen von פוק. Über צמרכ״ד (die Endbuchstaben der ersten fünf Verse des Genesis) vgl. a. a. O. 73. — $. 480 fg. liest sich wie ein mandäisches Gebet. Die Anrufung des ״tapferen Löwen, des großen Walfisches, der hohen Schlange und des Drachen in der Tiefe“ setzt eine ewige Verbindung der Ober- und Unterwelt voraus, wie sie die Manichäer lehrten. Der Löwe als Epitheton der Gottheit erinnert an ״Ariel‘Van Berakot 3a יושב־הקב״ה ושואג כארי, an Zohar (ed. Mantua 237b) zu Gen 499 (Löwe als Gleichnis der Schekina) und ahnliehe VerbindungenV die anderen drei Gestalten ־— der Livjathan übrigens auch S. 530 — an Jes. 27, 1; die Vierzahl an persisches Vorbild (vgl. Bousset-Gressmann, Die Religion des Judentums S. 498). Übrigens sieht man einen Löwen und drei Schlangen auf dem Himmelsglobus des Hipparch bei Thiele, Antike Himmelsbilder u. Ö. In der Häufung der Epitheta erinnert das Gebet an die Gebete in 2. Maccab. 324 und das Gebet Menasses, an die Kategorie Mische'ana und die Gebete im Sefer Raziel (Amst. 1701) 38b f.; die vier Sternbilder an die Beschwörung des Metatron (a. a. O. 40b) im Namen der Engel, die über die vier Tekufoth gesetzt sind. Auch die Beschwörung bei Blau, Alt jüd. Zauberwesen 96 f. ist zum Vergleiche heran״ zuziehen. — Das oft wiederkehrende ״nomina“ ist natürlich שמו♦ — Zu ״nomen arabis cum bobe et asino“ S. 499 vgl. F. Nork, Andeutungen eines Systems der Mythologie 188: ״Gen 4922 צעדה bedeutet im Ärab. die Eselsrute und- שרר ist nur die Wiederholung von עין בנות (Jungfernborn)“. Oder ist vielleicht an den ״Esel von Midjan“ (Rahmer’s Literaturblatt 1879, S. 36) zu denken? — Bei ״Hansel“ S. 125 wäre man versucht, an das deutsche ״Hanseln“ (s. Sanders, vgl. ״gejochenen“ Rahmer a. a. O., 1884, S. 148) zu erinnern, das ja auch ursprünglich eine Steuer, zunächst beim Eintritt in die Hanse, bezeichnete. Dem R. Äscher war der Ausdruck wohl von Hause aus geläufig. Die hebräische Bezeichnung הורדה scheint auf eine mit dem Hänseln verbundene Zeremonie zurückzugehen. — Das Siegel S. 179 habe •ich. Monatsschrift a. a. O., S. 373, richtiggestellt, Mechab (auf S. 54) in der ״Menora“ 1931, S. 935 als Äquivalent für ״Nathan“ erklärt. — ״Der Stern

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