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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 5 · p. Seite 418

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 5
Article
Zur Geschichte des älteren jüdischen Theaters
Date
1936-01-01
Page
Seite 418 (sequence 4)
Language
German
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418 B. Weinryb verschafften, dabei etwas verdienten oder manchmal monatelang bei ihm saßen14. Vielleicht war er mit dem Täufling Christian Katz identisch, der 1702 in Preußen eine Anzeige gegen die Juden gemacht hat, nämlich, daß sie Jesu lästern und daß sich bei einem Juden ein Buch ״Maasse Toluj“ befände15; auch bei der Denunziation gegen das ״Alenu“-Gebet16 hatte er seine Hand mit im Spiele. Aus der Tatsache aber, daß der Schreiber (oder Kopist) aus Krakau stammte, sind gar keine Folgerungen auf die Herkunft des Textes selbst zu ziehen. Man kann vielmehr fast mit Sicherheit annehmen, daß Johann Christian Jakob nicht der Schreiber (oder Kompilator) des Textes, sondern nur der Kopist ist. Sowohl die Einleitung17 (oder das Motto) wie die Tatsache, daß im Text überall die Buchstaben יה nach Art der frommen Juden nicht ausgeschrieben werden, spricht für einen jüdischen Verfasser; auf dem Titelblatt, das von dem Täufling herrührt, sind diese Buchstaben ausgeschrieben. Weiter gibt es einige Beweise, daß die Vorlage gerade aus Deutschland gestammt haben muß: im Text ist nämlich eine Milieuschilderung vorhanden (der Markt in פארכהיים, vgl. unten), die auf Orte und Verhältnisse innerhalb Deutschlands anspielt. Und in der Hauptsache weist gerade der Text in der Haj\dschrift andere und ältere Schichten als der Text bei Schudt auf, welche auf ihren näheren Zusammenhang mit dem aus Deutschland stammenden Urtext deuten. III. . Ein Vergleich zwischen der Hs. und dem Text bei Schudt zeigt uns, wie verschieden beide Texte sind. Das Schema der 14 Vgl. auch D. Kaufmann, Die letzte Vertreibung der Juden aus Wien, Budapest 1889, S. 201 ff, 15 Vgl. I. B. König, Annalen der Juden in der Mark Brandenburg. Berlin 1790, S. 138. 16 H.Graetz, Geschichte der Juden, Band 10, Leipzig 1868, S. 310. לשחוק אמרתי מהולל ובפרט כי הכא / שמצות עשה שזמן גרמא הוא לשכוח בפורים / ויבאו 17 וישחקו לפנינו הנערים / זקנים ובחורים / ואיידי דאמרי רבנן כל המועדים יחיו בטלים / חוץ מחבובה ופורים / למצוה לבסומי עד דלא ידע בין אסתר ומרדכי ברוכים / וזרש והמן ארורים t לכן לבלתי יהא אות זה נעדרת / כתבתי זאת למשמרת / לדורי דורות / לספר את הנס הזה בשפתים •ברורות / ומיין שבורת / ונכנס יין יצא הסוד לספר תפארת והוד / בזה המועד / לעולם ועד / אמן*

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