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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 5 · p. Seite 395

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 5
Article
Die Bedeutung der verschiedenen Punktationssysteme für die Aussprache des Hebräischen
Date
1936-01-01
Page
Seite 395 (sequence 6)
Language
German
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Die Bedeutung der verschiedenen Punktationssysteme 395 überzähliges, das andere Mal ein fehlendes v Die Erklärung ist, daß in dem einen Fall ein ä oder a zu o wurde und das nun einmal rezipierte o deutlich durch das ו ausgedrückt wurde, besonders, wenn dieses Wort nun auch nach Babylon kam, das andere Mal, daß ein 7־ wie o gesprochen, ein ר also überflüssig wurde. Den ersten Fall haben wir z. B. in קולמוס xa^auoc — arab. ^5 ebenso parallel damit im pal. aram. שובא — bab. aram. פורדיסא;שבא 20פרדס ב==. Den zweiten Fall haben wir in אגדמא j-Git. 47b Groma21, ferner in der Transkription תלמי־ für Ptolemäus ]Meg. 12b; während z. B. רומי Roma das lat. o exakt wiedergibt. So ist איקומנס oeconomus jBB. 12a teilweise korrekt transkribiert; das Wort גובתאי Gothe (echa rabb. 61c) ist in jSanh. 19d mit ננתן,, also ohne 1 wiedergegeben. Diese Beispiele ließen sich beliebig vermehren; sie zeigen, daß die Lautverschiebung wäh~ rend des Entstehens des jTalmuds in Fluß war. Für eine von der seph. abweichende Aussprache des Kamez in Palästina im Mittelalter spricht auch das Zeugnis Abr. Ihn Esras: ״Es (das Kamez) ist nicht offen wie das Pathach, so wie wir es an diesen Orten lesen; nur die Männer von Tiberias und die Gelehrten Ägyptens und Afrikas können das große Kamez lesen22/' Wenn die Seph. in der mas. Bibel lasen, stießen sie auf die eingangs angedeutete Schwierigkeit, das Kamez katan zu lesen. In vielen Fällen beseitigten die Schreiber diese Schwierigkeit dadurch, daß sie für Kamez katan das 7 setzten, so wie wir es heute noch in dem Wort שבלים gewohnt sind23. Ein weiteres Dokument ist die Berliner Hs Fol 10, ein Machsor für Rosch haschana und teilweise Jom Kippur in deutschem 20 Vgl. auch Winers Chaldäische Grammatik, 3. AufL, S. 49—51. 21 1. Elbogen, Bemerkungen Ignaz Goldzihers zu Levys NhWb., MGWJ, 1934, S. 39. Siehe auch S. und M. Bondi, Or Esther, Dessau 1812. Die Zeichensetzung Ist hier nicht immer zuverlässig. 22 Zachoth, ed. Lippmann, Fürth 1827, Blatt 3b. 23 Z. B. im Reuchlin’schen Prophetenkodex 1105/06 Ms. Durlach 55 der Karlsruher Landesbibliothek. Weitere Beispiele in MdW II; vgl. das. Seite 58*.

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