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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 4 · p. Seite 360

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 4
Article
Zur wissenschaftlichen Talmudpflege in der neueren Zeit
Date
1936-01-01
Page
Seite 360 (sequence 11)
Language
German
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360 Michael Guttmann vom Schriftwort nicht ganz beziehungsfreie, aber immerhin ihm frei gegenüberstehende Gruppe von Institutionen und Gebräu״ chen, nennt Maimonides ebd. (S. 27 f.) als 4. und 5. Abteilung הדינים שתקנו הנביאים והחכמים .• . סייג לתורה und הדינים העשויים על פי החקירה וההסכמה.... Diese mögen wohl ihre Bezogenheiten zum Schrift״ wort haben״- doch liegen ihre Gründe und Veranlassungen außerhalb des Schriftwortes, und haben mit Exegese nichts zu tun. — Zur zweiten Kategorie der mündlichen Traditionen wollen wir die schriftwortbedingten zählen, ohne im Augen״ blick ihre exegetische Beschaffenheit näher untersuchen zu wollen« — Auf jeden Fall würde unsere Untersuchung durch Auseinanderhaltung der auch innerlich begründeten zwei Kate״ gorien von mündlichen Lehrinhalten manche Vereinfachung in der Stoffgruppierung gewinnen. In die Kategorien midraschi״ scher und midraschfreier Halacha würden sich wohl mit einer gewissen Annäherung die entsprechenden mündlichen Lehr״ inhalte einordnen lassen. Ganz glatt ist freilich auch dieser Weg nicht, und das mag den Vf. bestimmt haben, den Stoff mehr nach terminologischen Schlagworten als nach Begriffen destillierten Traditionsinhalten zu gruppieren. Einen eigenen Wert verleiht der Arbeit Tch.s, daß er neben der neueren Fachliteratur den älteren Klassikern der Halacha eingehende Berücksichtigung schenkt. Von gutem Fachsinn zeugt es auch, daß er sich in seinen Untersuchungen von der modernen Bibelkritik frei zu machen wußte. Und zwar ist dies für ihn nicht so sehr Sache des Standpunktes als vielmehr Er״ gebnis wissenschaftlicher Erwägungen, das er in der Einleitung (S. VII) recht scharf hervorhebt: אגב מחקר ההלכה בתקופה הקדמונה נכנסתי לטרקלין של בקורת המקרא מבתי מדרשיהם של החוקרים הנוצרים ונתברר לי שהחקריה הזאת, שגם רבים מחכמי ישראל נמשכו אחריה לא הספיקה להעמיד את יסודותיה על הוכחות היסטוריות מוצקות והגיוניות ואין בה אלא השערות דמיוניות, שרובן הן כהררים התלויים בשערה של דעות קדומות כבושות שעברו בירושה מדורי דורות.♦ . ובאמת אף בעלי מדע זה לא קבעו בו מסמרות קבועים .• כי מה שהאחד בונה השני סותר, זה מקדים וזה מאחר..4 לפיכך הלכתי בדרך המסורה אמונת רבותינו שאמתתה נתבררה לי יותר ויותר מבחינה היסטורית ומתוך הסתכלות, הגיונית וכר. Im einzelnen wäre zu bemerken: S. 30 Anm. 1. Raschi meinte wohl Chul. 12a (im ersten Entwurf) das Prinzip von רוב auf הלבה למשה מסיני zurückführen zu sollen, doch laßt er gleich an derselben Stelle auch noch eine zweite Vermutung folgen. Und

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