Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zur wissenschaftlichen Talmudpflege in der neueren Zeit
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 358 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2830015-2830020-2840258--54196-2840335- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
358 Michael Guttmann daß er mit קשיא schließt. Im übrigen kommt K. selbst nochmals auf den Gegenstand zurück (S. 96—97). Es ist indes für unsere Redaktionsthearie der Rab Aschi-Text auch als Einschub nicht irrelevant. Denn er beweist auf jeden Fall, daß die später festgelegte Form der Sugja einen Text be״ nutzt hat, in dem der Rab Aschi~Einschub schon enthalten war. Das er״ klärt sich am einfachsten aus dem Übergewicht der Schule Rab Aschis. — Die letzten Abschnitte sind den Saboräern gewidmet. Besonders zu er״ wähnen ist Kap. XXIV, das vom Einfluß politischer Wendungen auf den Abschluß des Talmuds spricht. Dieser Einfluß war in der Tat entscheidend. Denn politische Wendungen waren es, die die Fortsetzung talmudischer Lehrtätigkeit eingedämmt haben, und dadurch kam auch die Sammeltätig״ keit zu einer zwangsläufigen Grenze. Toledoth Ha-Halak ah. Hi story öfthe Halak ah (The Transmission and development of the Oral Law from its inception t o t h e completion of the Talmud by Chaim Tchernowitz, Ph. D. Professor of Talmud at the Jewish In st i tute of Religion) Volume I. Part I. General Intröduc״ tion. T he B i b lic a 1 Ag e, 1934 N e w York 5694. תולחת ההלכה כולל שלשלת הקבלה והתפתחות התורד! שבעל ©ה מתוך שרשיה ומקורותיה מראשיתה עד חתימת התלמוד מאת חיים םשרנוביץ (רב צעיר) כרך ראשון, חלק ראשון, מבוא כללי. תקופת התנ״ך, ניו־־יורק, תרצ״ה. In den Toledoth Hahalakah von Prof. Tchemowitz ist ein talmudisch-geschichtliches Werk großen Stils im Entstehen. Der erste Band hat die biblische Epoche zum Gegenstand. Streng genommen hat hier der Verfasser die biblische Epoche nicht als zeitbegrenzte Folge von Geschehnissen ins Auge gefaßt, son״ dem das biblische Gut selbst, insbesondere die das Leben nor״ mierenden Lehren und Gesetzeselemente der Bibel und das neben der Bibel einhergehende ungeschriebene Gesetz, das in der Lebensführung wohl mitbestimmend war, das sich aber für die Folgezeit nicht schriftlich, sondern durch mündliche Tradition oder durch ununterbrochene Stetigkeit lebensfrischer Praxis er« halten hat. — Diese Sinngebung birgt manche Schwierigkeiten in sich und paßt auch nicht ganz zum Inhalt des ersten Bandes. Dieser hat hauptsächlich Begriffsbestimmungen und Klärung von Grundsätzen zum Gegenstände, soweit sie das biblisch״ traditionelle Gut jüdischer Lebensführung anbetreffen. In diesem Sinne soll das Werk auch unsererseits in nähere Bel euch״ tung treten.