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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 4 · p. Seite 333

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 4
Article
Die Rechtslage im biblischen Hohenliede
Date
1936-01-01
Page
Seite 333 (sequence 4)
Language
German
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Die Rechtslage im biblischen Hohenliede 333 Burg aus Silber * besagt, wir stürmen sie (— verheiraten sie zu unserem Nutzen), indem wir ihren Kaufpreis hochschrauben; öbschon sie sich sperrt wie Tor und Riegel einer Festung, ״be״ lagern wir sie mit einer Planke aus Zedern'". Letzteres ist ein Kampfausdruck wie כי:תצור אל עיר Deut 20!9; und dort ist davon die Rede, daß der Belagerer die Bäume vor der Stadt umschlägt, um Belagerungszeuge daraus zu bauen10, etwa Leiter und Türme, oder die bekannte testudo der Römer, oder auch die צנה genannte Verschalung, von der in Ez 268 gesprochen wird. Zu טירה ist übrigens nicht Ez 4623 (טור), sondern Ez 254 zu ver״ gleichen: ״sie setzten ihre Burgen in dich hinein", und ist damit jedenfalls ein Mittel der Besitzergreifung gemeint. Ich weiß zwar nicht, warum eines der Belagerungszeuge in der HL״Stelle just לוח Planke genannt wird, muß aber annehmen, daß das Wort in diesem Sinne wirklich gebraucht wurde, und es ist zu beurteilen wie manch anderes Wort in der h. Schrift, das nur einmal vorkommt. Dagegen kann die Sache selbst, nämlich Bretter als Kriegs״ zeug und daß dieselben aus Zedern waren, sehr gut belegt werden. Gelegentlich der Schilderung der römischen Belage״ rungsmaschinen gegen Jerusalem unter Vespasian werden auch כפריט ־ של ארז Bretter aus Zedern erwähnt* 11, und der Ausdruck ist dem des HL.s ganz ähnlich. Überhaupt war die Zeder in Palä״ stinä, mehr als man es annehmen sollte, ein ganz gewöhnliches Nutzholz, aus dem man z. B. Särge12 und manches Hausgerät machte13. Damit ist die Möglichkeit des Ausdruckes gegeben. Aber an unserer Stelle, wo der Krieg nur ein Spiel mit Worten ist, kommt es auf das Material, das verwendet wird, gar nicht an, vielmehr dient das Beste des Materials nur als Aus״ oder wenn man ihr weniger gab, dann kam sie nicht4*. Es macht übrigens keinen Unterschied, ob das zweite אם bzw.אי mit vav steht oder nicht. 10 Vgl. Sifre z. St. und meine Lehnwörter II,, 333b. 11 ״Aböt RN Version A c. 4r 8. 23a ed. Schechter; in Version B c. 7, S. 20b: נסרים של עץ• Josef ha״Kohen berichtet in seiner Chronik (ed. Amster״ dam 17337 S. 11), daß zur Zeit der Kreuzzüge Jerusalem so verteidigt wurde, daß man große Plianken aus Libanonzedern an die Mauern hing7 um den Stoß der ״Widder“ abzu wehren. 12 S. meinen Artikel in REJ B& 97 (1934) S. 16 ff. 13 b. Sabb. 155a וירין דאתי (andere LA זרדין).

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