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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 4 · p. Seite 320

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 4
Article
Das Verhältnis Maimunis zur jüdischen Mystik
Date
1936-01-01
Page
Seite 320 (sequence 16)
Language
German
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IRI
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320 Alexander Altmann bei Maimuni jeden mystischen Charakters. Sie wird gelegentlieh in der schlichtesten Weise mit den Worten interpretiert: ״Sie (die Väter) tragen den Thron der Herrlichkeit in ihrem Herzen, da sie Ihn in Wahrheit begriffen/'47 Die Sphäre der ״Geheimnisse“ wird also wesentlicher Bestandteile, die ihr in der mystisehen Tradition zu eigen sind, beraubt. Es hat daher nicht viel zu sagen, wenn gleichwohl Abr. Abulafia in seinem More-Kommentar eine Fülle mystischer Themata aus dem More heraus entwickeln zu können glaubt. Die Zahl der ״Geheimnisse", die er mit genauer Quellenangabe der More-Kapitel erarbeitet, beträgt 3648. Diese ständige Berufung auf Maimuni, dessen Andeutungen er in der Haltung des Jüngers nachspürt, legt uns immerhin die Verpflichtung auf, seine mystische Interpretation der maimunischen Lehre auf ihre Legitimität hin zu prüfen. In der vorliegenden Arbeit soll eine derartige Analyse an einem typischen Fall durchgeführt werden, der als paradigmatisch für die Interpretationsart Abulafias gelten kann. Von der Stelle Ex. 2410 sagt Maimuni: וזהו סוד גדול לא תקל בביאור גדולי חכמי ישראל בו שהוא סוד מסודות המציאות וסתר מסתרי התורה (More II 26). Sie steht also gewiß mystischer Interpretation offen. Das Geheimnis wird jedoch von M. völlig unmystisch aufgeklärt. Der Inhalt des Satzes will nach More I 5 nur die in Ex. 2410 bezeichnet e Schau als begrenzt feststellen, nicht die Art des Schauens beschreiben. Die Schau sei von körperlichen Vorstellungen durchsetzt gewesen. Nach I 28 ist in ihr die wahre Beschaffenheit der ersten Materie, nämlich ihr Ursprung von Gott, •erkannt worden.לבבת הספיר(~ Durch« sichtigkeit, nicht die weiße Farbe) sei ein Bild der Materie, die, wie das Durchsichtige zur Aufnahme aller Farben, zur Aufnahme aller Formen geeignet sei. Vgl. III 4. Die Deutung wird II 26 unter Hinzuziehung von 57 Kobez II 5b. 58 In der Hs. 408 wird zunächst ein Index dieser 36״ Geheimnisse" auf« gestellt. Die Formulierung der 36 Themata deckt sich in den beiden Hs. 408 und 341. Es erscheint uns wichtig, die Namen der Themata aufzuzählen. Aus More I: I. מלאך ושכל .6 התחלה וסבה .5 פקידה וזכירה .4 ענין כסא .3 שיתוף שם .2 צלם ודמות 7. דבור וחביריל .12 שם העצם .11 שם התאד .10 כנפיים .9 חיי הנפש .8 פנים ואחור 13. ן בלבול הדעות .14 ממשלת הרוכב• aus More II: 1. שפע .3 השבח האמתי .2 כדו ופועל 4. מים העליונים .9 אבני שיש טהור .8 קריאת השם .7 שמים וארץ .6 מעשה בראשית .5 חידוש העולם 10. הנבואה .12 מועד ושבת וכפור .11 גן עדן ועציו; aus More III: 1. מעשה מרכבה .2 סתרי תירה 3. עניין הנסיון .7 ידיעת השם והשגחתו .6 תכלית היצירה .5 הרעות והטובות .4 החומר והצירה 8. עבודת השם מאהבה .10 ספודי התורה .9 טעמי המצוות* — Jedes Thema wird im Titel als סוד bezeichnet.

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