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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 3 · p. Seite 302

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1936-01-01
Page
Seite 302 (sequence 3)
Language
German
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302 Besprechungen storbenen Jesaias enthält (wiedergegeben im Anhang II, Nr. 85) und die. Tatsache, daß ein Jahr nachher ein walachischer Fürst dem Chacham« baschi neuerlich Rechte in B. einräumt. Tatsächlich vermissen wir in der Grabinschrift trotz der ״Elogen“, die sich auf anderen Grabsteinen in noch größerer Zahl .finden, irgendwelchen Hinweis, daß dieses Familienmitglied in B. die Funktionen eines Vertreters ausgeübt hätte. Den kausalen Zu״ sammenhang zwischen dem 1763 erfolgten Tode Jesaias’ und dem 1764 ei teilten Priyilegium vermag man auch nicht einzusehen. Außerdem ist das Todesjahr nicht sicher, da der 14. Tamraus, an dem; dieser Jesaias starb, nicht Montag gewesen sein kann. ־ In der Wiedergabe von; Grabinschriften ist H. nicht immer genau. In den Nummern 32, 34, 35, 38, 50 und 93 stimmen entweder die Wochen״ oder Monatsdaten nicht. Es kann ,auch angenommen werden, daß die ln״ Schriften Selbst fehlerhaft abgefaßt wurden. In Nr. 92 muß ״ט und nicht כ gelesen werden. Der Grabstein ist im Anhang .1, Fig; 28, abgebildet, wo noch Spuren des p zu sehen sind. In die Nr. 70 versucht H. das Wort הקדוש z« interpolieren, wohl nur aus demGrunde, weil der Vorsteher, dem diese Inschrift gewidmet ist, hin gerichtet würde. In der entsprechenden Abbildung (Anhang X, Fig. 21) fehlt es. H.s Darstellung bedeutet in der j. Historiographie Rumäniens :einen großen Fortschritt. Hoffentlich werden bald die anderen Teile (mit einem Register versehen) erscheinen und dazu führen, daß die oberflächliche. und deshalb unwahre Beurteilung in;: historischen Untersuchun gen und enzy« klopädischen Werken eine Korrektur erfährt. Im Jahrbuche finden wir von ׳demselben Verfasser einen wertvollen Aufsatz über jüdisch«rumänische Ärzte, der -eine Ergänzung zu S. Krauß, Geschichte der j. Ärzte , vom frühesten, Mittelalter bis zur Gleidhberechti« gung, Wien 1930, Sein will. ,; Über die ältere und neuere Geschichte der rumänischen Juden werden wir durch kleinere Beiträge von Blum> Eisler, Landau, Magid, Pap, Singer und! Reicher unterrichtet. Die ״Gesellschaft für jüdaistische Studien .Rumäniens“ hat es sich ־ nicht nehmen lassen, den 60:׳jährigen Geburtstag des Bukarester Ober« rabbiners J.: J. N i e m i r a w e r gebührend zu feiern, und die Jahrgänge 1932/3 dem Jubilar zu widmen; Dieser ist nicht nur ein bekannter Ge« lehrter, sondern auch ein Vertreter der gesamtrumänischen Judenschaft im Senat und auch in anderen Körperschaften. Eine vielseitige Tätigkeit erwarb ihm! in allen Kreisen Freunde und Bewunderer, die im Sinai, IV, zu Worte kommen und die Persönlichkeit N.s in schwungvoller und beredter Form würdigen. Die wissenschaftlichen Artikel fanden׳ im nächsten Jahr« gang Aufnahme.. ■ IDie ziemlich große Anzahl von Beiträgen, auf die nun« mehr einzugehen; ist, beweist, daß N. auch außerhalb Rumäniens als Ge« lehrter geschätzt wird: : . Mit welchen Schwierigkeiten die Schriftleitung zu kämpfen hatte, ent« zieht sich unserer Kenntnis. Es dürfte jedoch wesentlich damit zusammen« hangen, daß wir vergebens nach Prinzipien in der Anordnung der Auf« satze suchen. Es geht weder nach dem Alphabet der Mitarbeiter noch nach Materien, was den Überblick nicht gerade erleichtert. Eine andere

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