Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zwei schwierige Mischnajot
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Zwei schwierige Mischnajot 233 Fruchtart auf dem Felde nicht mehr vorhanden, dann verfallen sämtliche Vorräte der betreffenden Frucht, die sich noch in den Häusern befinden, der חובת ביעור/ selbst wenn sie aus einer Gegend stammen, in der die חובת ביעור noch nicht eingetreten ist. Daraus ergibt sich ohne weiteres die Ansicht vom רדק. R. Jehuda dagegen ist der Meinung, daß die חובת ביעור sich nur auf diejenigen Früchte erstrecke, die aus den Feldern stammen, auf denen die Tiere keine Nahrung mehr finden;, Daraus folgt, daß der Mann, der Früchte aus einer Stadt ohne חובת ביעור nach einer Gegend mit חובת ביעור gebracht hat, dieselben nicht förtzuräumen braucht. Sollte ihm jemand dieserhalb Vor״ Haltungen machen, dann kann er ihm erwidern: ״Es besteht ja auch für dich die Möglichkeit, Früchte aus meinem Wohnorte einzuführen, die der חובת ביעור nicht unterliegen. Die Bestim״ mung Von נותכין עליו besagt ja nur, daß ich nicht leichter, aber auch nicht schwerer als die Bewohner meines Aufenthaltsortes behandelt werden darf. Auf die Frage der Gernara זליתליהלר״י wäre danach zu antworten, daß auch ר׳-י den Grundsatz von נותנים עליי anerkennt; trotzdem aber brauchen die mitgebrachten Früchte nicht fortgeräumt zu werden, weil nach ר׳-י die זזובת ביעור von der Herkunft der Früchte abhängig ist. Eine Bestätigung erfährt meine Vermutung durch den Jeru״ schaimi, der anschließend an diese Mischna sagt: ״Sind sie bereits in Tiberias verschwunden, in Sepphoris aber noch vor״ handen, kann er ihm sagen: ,Ich habe sie aus Sepphoris ge״ bracht; wenn du mir nicht glaubst, geh hin und hole dir eben״ falls'4". II. In der Mischna Nedärim 20a werden 4 Fälle dargelegt, in denen jemand, der ein Gelöbnis getan hat, es nachträglich durch Umdeutung unwirksam zu machen sucht. So z. B. erklärt einer, daß er mit der von ihm gebrauchten Gelöbnisformel הרי עצמי קרבן nicht der allgemeinen Auffassung entsprechend sich selbst בלו מעיבוריה ולא בלו סצפוריון אמר לר מצפודץ הבאתים, אם אץ את מאמינגי, צא והבא לך אף 4 .(2 Jex\ Pess. A1) אתה