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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 3 · p. Seite 227

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 3
Article
Mar Samuel und Schabur I.
Date
1936-01-01
Page
Seite 227 (sequence 13)
Language
German
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Mar Samuel und Schabur I. 227 et les cailloux14." Man könnte geneigt sein, in diesem Zusammenhang noch Chulin 62b anzuführen, wo׳ es heißt:• אמד רב שבור אכדרפטא שדי פירוז אנדדפטא אסור וסימניך פירוז רשיעא• Indessen hat bereits Rapoport, Kerem Chemed VI, S. 252 ff. darauf hingewiesen, daß Peroz, der in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts regiert hat, von Rab nicht genannt sein konnte, die Worte וסימניך וכד Rab also■ nicht angehören können. Rapoport hat mit daraus den Schluß gezogen, daß die □סימני überhaupt spätere Einschiebsel sind. Ist das richtig, dann liegt gewiß auch in diesen später angefügten Worten eine indirekte Anerkennung Schaburs I. vor, an der aber Rab selbst nicht beteiligt ist. Möglich, daß die Beinamen der Vögel, die die Mitteilung Rabs angibt, auf der einen Seite an Schabur I. und auf der anderen an. dessen Bruder Peroz denken, der Prinzstatthalter der iranischen Ostmark war (s. Schaeder bei GunkebZscharnack s. v. Manichäismus). Bei Justi, Iranisches Namenbuch s. v. Sapur, S. 284 f. führt der Löwe Pingalaka einmal den Namen Sabhor. Was hat nun aber den. König zu einer solchen den R. Simon und nach unserer Auffassung gleichzeitig den R. Simon ben Lakisch auszeichnenden Bemerkung veranlaßt? Die Frage ist schon gestellt worden. U. a. hat sie R. Jonathan Eibenschütz (יערות דבש gegen Ende des zweiten Teiles) dahin beantwortet, daß Schabur die Auffassung der Schule des R. Jannai im Auge hat, die a. a. O, die Worte des R. Simon: ״alles was der Besitzer des oberen Gartens mit seiner ausgestreckten Hand erreicht“ unter der Voraussetzung versteht, daß dieser sich keinen Zwang an tun muß. Schabur habe nun seine besondere Hochachtung vor dieser Lehrmeinung bekundet, die Vorsorge trifft, daß der betreffende Eigentümer sich nicht in 14 Schaeder bezeichnet diese Überlieferung als legendär. Mirkhond gehört ja in der Tat erst der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts an. Immerhin ist darauf hinzu weisen, daß auch Tabari S. 30 f. a. a. O. die Milde und Freigebigkeit Schaburs gegenüber den Truppen und; den Bedürftigen hervorhebt und dann zusammenfassend! schreibt: So erstreckte sich seine Güte und sein Wobitun insgesamt auf nah undi fern, edel und gering usw. Nöldeke schreibt allerdings a. a. O.: ״Die Kriegstaten, namentlieh die Gefangennahme des römischen Kaisers und einige Bauten erhalten das Andenken an Schabur I. als einen gewaltigen Herrscher. Diese bestimmte Erinnerung ist das einzige Historische in! dem bis hierher von ihm als König Berichteten.1‘ Es ist aber hervorzuheben, daß die Darstellung der Charaktere der einzelnen, persischen Könige bei Tabari diese in einem sehr verschiedenen Lichte erscheinen läßt. Ob nicht also doch hier und auch bei Mirkhond alte Erinnerungen aufbewahrt sind? S. auch die Schlußbemerkung dieser Abhandlung. 15*

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