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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 3 · p. Seite 223

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 3
Article
Mar Samuel und Schabur I.
Date
1936-01-01
Page
Seite 223 (sequence 9)
Language
German
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Mar Samuel und Schabur I. 223 will übrigens den biblischen Namen selbst so erklären,, und Kohut leitet auch die Bezeichnung אבא אריכא für Rab Chulin 137b aus dem Persischen ab und versteht10H5v^ dort iim׳ Sinne von בלתי נכון ושונא wegen dessen wenig freundlicher Stellung zum Neuparsismus. Sind alle diese Erklärungsver״ suche schon an sich wenig förderlich, so kommt die Erklärung Kohuts für Chulin nach dem ganzen Zusammenhang dort gar nicht in Betracht. Die von den genannten Gelehrten ins Auge gefaßte Möglichkeit, daß der Bei״ name Arioch tadelnd bzw. scherzend gemeint sein könne, ist dazu mit Be״ stimmtheit abzulehnen. Das gerade Gegenteil ist der Fall1, wie der ganze Zusammenhang an fast allen angeführten Stellen! deutlich macht. Mag man aber auch annehmen, daß eine Anspielung an d'en Begriff Arier11 mit״ schwingt, so ist doch jedenfalls mit Raschi und Tosaphoth a. a. O. u. a. a. O. zu־ vermuten, daß der Beiname an die Bezeichnung מלך anknüpft, die dem Namen a׳. a. O. angefügt wird. Wenn! M. Leiter a. a. O. S. 293 f. den Titel Arioch für Samuel auf Arioch, Daniel 214 u. a. O. zurückführen will, so ist nach dem, was er a. a. O. ausführt, nicht einzusehen, was dabei gewonnen ist. Ich halte aber für möglich, daß auch, an jenen Arioch mitgedacht ist und zwar im Hinblick auf Daniel 215, wo dem Namen Arioch die Worte שליטא די מלכא angefügt werden, Arioch also gewissermaßen als ein König im Kleinen angesehen, wird1. (Vgl. שליט als Titel für Daniel 57 und 2^.) Hat doch Arioch immerhin einen so großen Einfluß auf den babylonischen König ausgeübt, daß er ihn, wenn auch nur dank Daniel, davon abhalten konnte, die Weisen Babylons töten, zu lassen. Wenn Moed Katan 26a be״ richtet wirdr daß Schabur I. Samuel gegenüber betont, er habe nie einen Juden getötet, so mochten die Zeitgenossen dieses Wohlwollen den Juden g*e genüb er — die eine Ausnahme wird an der gleichen Stelle verzeichnet — in erster Linie Samuel zuschreiben. Auch unter diesem Gesichtspunkt wäre also der Name Arioch verständlich. S. auch noch Baba bathra 3b und Arachin 6a, wo Samuel sich über die unbegrenzte Macht des Königs in einer Weise ausspricht, die ebenso wie Moed katan a. a. O. die beson״ dere Verbundenheit Schaburs mit Samuel in helles Licht setzt. Als so unmöglich sich nun auch die Erklärung Rapoports erweist, so ist doch der methodische Weg, den er eingeschlagen hat, in der einen Hinsicht fruchtbar, daß der Titel Arioch als eine parallele Bezeichnung zu dem Titel König Schabur angesehen werden darf. Bei der Wahl dieses Namens mögen aber auch weiter neben den schon berührten noch eine Reihe anderer Momente mitbestimmend gewesen sein, Darin hat nämlich Rapoport zweifellos Recht, daß das Wort Arioch sprachlich als eine verstärkte Form von ארי aufgefaßt werden konnte, was wohl auch Tos. Sabbath 53a s. v. אריוך mit den Worten ונקטינן ט3י משאר מלכים לפי שמובלע 10 Sch.: Das ist wiederum unmöglich. 11 Sch.: Das ist nicht möglich. Es gab zu dieser Zeit den Begriff Arier gar nicht mehr, sondern nur den geographisch״palitisch׳en der Arianer, d. h. der Bewohner von Iran,

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