Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Mar Samuel und Schabur I.
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 8)
- Language
- German
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222 Jakob Horovitz Arioch Arzt (מ ן אעלה ארוכה, Jeremia 3017) hilft ebenso wenig* weiter wie der Versuch von S. Feßler, Mar Samuel־, Breslau 1879, אריוך aus d'em Syri״ sehen abzuleiten und mit bibliothecarius gleichzusetzen. Auch das Bemühen Rapoports, Erech Millin, den Namen auf Ardeschir zu beziehen, und diese Bezeichnung* für Samuel als eine dem׳ Titel Schabur parallele und der Zeit nach voraufgehende zu erweisen!, ist trotz allem Aufwand an Scharfsinn und Gelehrsamkeit vergeblich; s. u. a. auch die Einwände D. Hoffmanns, Mar Samuel, Lpz. 1873, S. 7. Aus dem, was Justi in der Vorrede seines Iranischen Namenbuches über die Namen bei den Persern mit teilt, fällt aber auch auf diese wie auf manche anderen Benennungen, die Samuel beigelegt werden, ein neues Licht, wenn man das hinzunimimt, was Kroch״ mal Hechaluz I, 55 und Heassif II, 262 und III, 287 als־ Grund' dafür angibt, daß gerade Samuel durch die verschiedensten Titel ausgezeichnet wird7 8 9. Wenn nun J. Fürst, Literaturblatt des Orient, 1847, S. 214 u. Hebr. u. chald. Hwb., Graetz, Gesch. d. Jud. IV, 3. Aufl., S. 265 und Kohut das Wort אריוך —, 8) Kohut a. a. O., ebenso aber schon Fürst a. a. O., hebt hervor, daß Arjok im Fehlevi gleichbedeutend mit treu ergeben sei —, im Sinne von Arier nehmen, und wenn Kohut dazu anfügt, daß sich Ardeschir I.’Apiwo; nannte, so vermag ich nicht zu entscheiden, ob diese vielleicht im ersten Augen״ blick bestechende Erklärung ernst zu nehmen ist. Fest steht aber jeden״ falls, daß die Ardeschir betreffende Angabe nicht zutrifft0. Fürst a. a, O. 7 Was M. Leiter זוטו של ים Wien 1932, S. 291 f. gegen Krochmal vor״ bringt, geht letztlich auf Raschi zu Kethuboth 79a statt auf die Gemara a. a. O. selbst zurück und entbehrt so einer sicheren Grundlage. 8 Sch.: Ein solches Wort existiert im Pehlevi nicht. Sch. zu den Ausführungen Fürsts im Hebr.״Chald. Wörterbuch: ״Die Bemerkung Fürsts entspricht seiner Neigung, aus dem Sanskrit den Wort״ schätz der Bibel neu zu deuten» Eine Fortbildung des Adjektivs arja 'edel' mit dem Suffix ״ka hätte sowohl i!m! Indischen wie im Iranischen arjaka und dann auf mittelpersischer Stufe arjak ergeben, das dann zu; erak, aber nie und unter keinen Umständen zu arjök weiter entwickelt worden wäre. Vor allem war es unmöglich, eine mittelpersische Form, die nicht vor dem 3. Jahrhundert v. Chr. hätte entstanden: sein können, zur Erklärung eines Namens heranzuziehen, der schon in Gen 14 auftritt" 9 Wie bei Mommsen, Römische Geschichte V, S. 4142 zu lesen ist, lautet die offizielle Titulatur Ardeschirs auf dem Felsrelief von Nakschi״ Rustam: ... ßaaiXsbc ßaotXstov ’Aptccv&v..., während bei Schabur nach ,Apiavwv noch eingeschoben ist xat ,Avapiavwv. Mommsen stellt dazu S. 415 mit be״ sonderem Nachdruck heraus, daß, wenn Darius sich ״einen Arier aus arischem Stamme" nannte, Ardeschir sich lediglich als König der Arianer bezeichnete. Sch. bemerkt noch zu den Titulaturen Ardeschirs und Scha״ burs: ״Das bedeutet, daß Ardeschir nur König des eigentlichen Iran war, während! Schabur dazu außeriranische Länder, in erster Linie Babylonien, unterworfen hat."