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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 3 · p. Seite 220

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 3
Article
Mar Samuel und Schabur I.
Date
1936-01-01
Page
Seite 220 (sequence 6)
Language
German
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220 Jakob Horovitz selbst gemeint ist. Für diese Auffassung spricht auch, daß einzig und allein an unserer Stelle im Talmud das persische Wort äfrin gebraucht wird, was im Munde des persischen Königs gewiß nicht verwunderlich ist, ein Gesichtspunkt, auf den W. Bacher Ag. d. Pal. Am. I. S. 3431 mit Recht aufmerksam macht. In außer jüdischen Quellen ist über die Stellung der Juden im per׳» sischen Reich zur Zeit Schaburs I. und über persönliche Beziehungen zum Könige, soweit ich sehe, nichts zu finden. Die rabbinischen Mitteilungen über die engen Beziehungen! Samuels zu Schabur I., die wir hier vorlegen, machen aber von einer neuen Seite begreiflich, daß Samuel den Ehrentitel König Schabur trägt. Rapoport, Erech Millin und Kohut, Aruch, leiten das Wort aus dem Persischen ab und meinen, daß wenn Sabbath 116a berichtet wird שמואל. לבי נצדפי לא אזיל לבי אבירן אזיל, dieser Stelle zu entnehmen sei, daß Sam-uei mit den persischen Gelehrten in ständiger Verbindung stand; s. auch Hoffmann, Mar Samuel S. 42. Kohut fügt an, daß diese wohl den König auf Samuel aufmerksam gemacht hätten. J. Levy s. v. אבירן, M. Joel, Blicke in die Religionsgeschichte II, S. 91 f. u. a. haben gegen diese Auffassung mancherlei Einwände erhoben, ohne daß doch eine vollkommene Klarheit erreicht ist. Ob nun aber Rapoport Recht hat oder Joel, der das fragliche Wort wie übrigens auch schon vor ihm, Krochmal, Hechaluz II, S. 100 als Haus der Ebioniten auffaßt, sicher5 ist, daß es sich um eine Stätte handelt, an der Religionsgespräche geführt wurden. Auf Samuel, der schon durch sein Amt und dann durch seine vielseitige Gelehrsamkeit Aufsehen erregen mußte und Aufsehen erregt hat (s. gleich w. u.) brauchte Schabur aber nicht erst aufmerksam gemacht zu werden. Sabbath 129a und 156b erzählen vom Zusammensein Samuels mit dem persischen Astronomen und Astrologen Ablat, der an der erstgenannten Stelle סוסיא ברקא דאית לי• א״ל מי אית לך בר תיור גווני gibt, verdient, de^Vergessenheit entrissen zu werden. Nachdem Kr. einleitend ausführt: הפרסיים נלחמו תמיד עם הרומים וכל מגמתם חיה להורישם מכל חלק אזיא י י וא״זל קוו ממלחמות;אלה;צמיחת קדן לרית דוד beruft er sich auf das gleich danach a. a. O. von R. Jose ben Kisma u. a. angegebene Erkennungszeichen d'er nvessianischen Zeit: שאין כל דקל ודקל שבכל שאין סוס של פרסיים בקשר בו auf Joma 10a: עתידה רומי שחפול ביד פרם, einige andere Stellen und' besonders auf Echa r. zu I14: אם ראית ספסלים מלאים בבליים מונחים בא׳-י צפה לרגליו של משיח מ״ט דכתיב פרש רשת לרגלי —, s, noch B. Epstein, תורה תמימה z. St. —, um dann die Antwort Schaburs wie folgt zu deuten: אני אתן לך סוס בדוק כלומר התאזרו היל והתקשרו עמדי במלחמה נגד הרומים * ״ אבל שמואל ידע ״ ♦ כי שקר הסום לתשועה * לכן דחהו בקש והראה עצמו כאלו לא הבין רמיזותיו• Ist diese Auffassung riehtig, dann fällt auf die intimen Beziehungen Schaburs zu Samuel ein ganz neues Licht. 5 Sch.: בי־ אבידן״ ist trotz Levys und! Joels Widerspruch eine ältere Form des neupersiseben äivän Audienzhalle/' Dazu ist noch zu sagen:

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