Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Mar Samuel und Schabur I.
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 219 (sequence 5)
- Language
- German
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Mar Samuel und Schabur I. 219 Inzwischen sind die von Nöldeke gegebenen Beispiele noch weiter von Arthur Christensen: L'empire des Sassanides usw., Memoires de!,Academie de Dänemark, Kopenhagen 1907, S. 100 ergänzt worden. Ein Markgraf führt den Namen: Tahm Hormizd. Vor allem aber ist auf das reiche, in diesem Zusammenhang bisher nicht berücksichtigte Material hin« zuweisen■, das sich bei Hübschmann: Armenische Grammatik I, S. 68 Nr. 149, S. 73, Nr. 167; S. 87, Nr. 206 u. a. a. Ol findet, wo u. a. Tarn Chosrov (arm.), Tarn Chesrön (syr.), Ta|r/oa׳>tj), Tahm-Yazdegerd, Tahm ״Horm azd (sy1\)r Tarn« sapor (lat.), erwähnt werden. S. auch Ferdinand Justi: Iranisches Namenbuch, Marburg 1895, S. 318 s. v. Tahm und s. v. Sapor; S. 285b, bes. Nr. 13: Sahpure, und neben den ersten Angaben dort die unter 13c und 13h verzeichneten. Auch wenn man alle diese Bezeichnungen mit in Betracht zieht und einige nicht unähnliche Benennungen ־wie vor allem Stahrasapuh, d. i. gleichfalls: ״stark-Shapur“ oder Vehsapuh, d. i. ״Gnt-Schapuh", pers. Vesäpür, Hübschmann S. 37, Nr. 56 u. S. 75, Nr. 174; s. auch S. 84, Nr. 192; sowie ferner Densapuh, — vgl. Hübschmann S. 37, Nr. 56 —, — Leib des Sapur, Ram-awzudh-Jazdegerd Vermehrung der Freude des Jazdegerdy Dschawudhan-Khusrau bzw. Dschavitean 7>0ט0קב (Hübschmann S. 68, Nr. 149) — Ewig Chosrov und Senitam Chosrov, stellt jener Titel eine ganz seltene Auszeichnung dar. Über die Bedeutung und Wahl der Namen bei den Persern s. Justi a. a. O., bes. S. III ff., über die Verbreitung des Namens Sapor a. a. O., S. 284 ff, und Vorrede S. VI und X. Indessen gibt schon Raschi zwingende Gründe dafür an, daß unsere Stelle keineswegs an Samuel denkt, wie er auf der anderen Seite hervorhebt, daß der König mit den jüdischen Religionsgesetzen bekannt war. Zieht man in Betracht, in wie ungewöhnlich nahen Beziehungen Schabur I. zu den jüdischen Gelehrten stand (Berachoth 56a), daß er sich gleich einem Rabbi an den fröhlichen Spielen am Hüttenfeste beteiligte (Sukka 53a), wie genau er mit den Einzelheiten des jüdischen Religionsgesetzes (Aboda zara Ende), mit seinem ethisch religiösen Geist (s. die letzten vier Worte dort) und mit den Messiasvorstellungen des Judentums (Sanhedrin 98a) vertraut war, so wird man in der Tat nicht zweifeln4*1, daß auch an unserer Stelle der König auch Funk a. a. O. S. 32. Ganz beiläufig sei hier noch angemerkt, daß Nöldeke a. a. O. vollkommen zu Unrecht von einer Verfolgung wegen Steuerdefraudation spricht. Es verlohnt sich, die von ihm herangezogene interessante Talmudstelle Baba mezia 86a aufzuschlagen. Auch was a. a. O. über Raba im Anschluß an Thaanith 24b berichtet wird, ist mißverstündlich. 4a׳ Die geistvolle und tiefschürfende Erklärung, die A. Krochmal החלוץ I, S. 83 der Gemara a. a. O. אישדר ליה -m א״ל שבור מלכא לשמואל אמריתו משיח על חמרא