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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 3 · p. Seite 167

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 3
Article
Das philonische Fragment De deo
Date
1936-01-01
Page
Seite 167 (sequence 5)
Language
German
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Das phitonische Fragment De deo 167 die in § 5 durch Exod 25, 22 unterbrochene Darstellung Phiions weiter, so gibt uns § 6 darauf eine klare Antwort: Haec12 visio e t prophetam Isaiam expergefaciens excitavit>,quia participatior nem13 suscepit ex eo, qui superat omnia> divinitatis spiritus. Das ist die Fortsetzung der. an Gen 18, 1 und 2 anknüpfenden Gedanken Phiions; Dieser Zusammenhang wird nur: jetzt durch einen Flüchtigkeitsfehler in: Auchers lateinischer Übertragung oder durch einen Irrtum des armenischen Übersetzers verdunkelt dadurch, daß bei Aucher auf: das Jesaiaszitat; folgt: Cherubim exponltur typus: vel incendium. Wir wissen jedoch aus mehreren Stellen des Genesiskommentars, daß Philon die Cherubim ent״ weder als *al dva96׳tT]T0^ crufißoXa ansieht (De Cherub, .§ 28), was identischest mit der JtoiTyuxri xal ßaadixrj SiSvafxtg] Gottes (De fuga und invent. 100), oder als tcov ^piorcpai^LCOv exate^ov (De Cherub. 23 f.).! Die Etymologie incendium spricht deutlich dafür; daß von den Seraphim die Rede sein muß, deren Name von dem hebr. Zeitwort saraf verbrennen abgeleitet wird. Ist dieser Fehler im Texte Auchers beseitigt; dann wird es klar, daß die Erörterung von § 0 an auf der gleichen Stufe steht wie die in § T und 2, daß sie sie fortsetzt; Infolgedessen finden wir das Hauptthema Phiions; wenn wir das Motiv der Assoziation der Jesaiasstelle mit der Erscheinung Gottes vor Abraham be״ stimmen. Dazu verhilft uns § 12, in welchem, nachdem die Verse aus Jesaias zu Ende interpretiert worden sind; die Dar- Stellung wieder zu Abraham zurückkehrt. Es handelt sich in beiden Fällen um Visionen Gottes. Dem oScpötj avxco 6 ׳&eog der Genesis entspricht vollkommen bei Jesaias das Vidi domi~ num. Die ersten Worte des § 6 sind die Klammer, die die Haupt״ gedanken verbindet. Welche stilistische Eigentümlichkeit, welche Technik der Kommentierung läßt demnach das Fragment erkennen? Ist die 12 Häec gibt wohl nicht ganz: genau das griechische: 'oiaovq V o^k; y.a». Haca'av xov Ttpücpyjxiqvwieder; mit xoiouxog war dann •ein Einztelfall an einen neuen angeknüpft und.unter Allgemeineressubsumdert. 13 Die Glosse, welche statt comimunicatio oder participatio die Gleich״ heit in der Dreizahl, in der sowohl Abraham wie Jesaias die göttliche Person sieht, annimmt, ist wohl falsch; der Gl׳ossator hat aber noch den Zusammen״ hang mit Abraham richtig gekannt.

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