Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Das philonische Fragment De deo
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 4)
- Language
- German
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166 Maximilian Adler Teil kurz in § :2, während die weit ausgreifende Allegorese des zweiten Teiles nicht zu Ende gebracht ist. Mit der nüchternsten Phrase, die sich bei Philon, namentlich' in der: Schrift Quis rer; div. her. häufig10 findet, wird § 3 zur Auslegung des 2. Teiles von Gen. 18, 2 übergeleitet: Pösthac autem dicitur. Die drei Männer' vor Abraham sind nicht׳ Männer, sondern das Seiende mit seinen Suvapsig, der jcoirjttx^iund ßaadotq als #86? und xÜQiog. Diese Ausdeutung veranlaßt die Zitierung von Exod 25, 22, in der die von Philon ebenso gedeuteten Cherubim Vorkommen; und die Cherubim reproduzieren die Seraphim in der Jesaias- Stelle 6, 1 ff., die der weiteren Exegese den Weg vorschreibt. Daß dazwischen noch die etymologische Gleichsetzung dieser! Engel mit; incendium die Einschaltung eines kosmologischen Exkurses* 11 verursacht,; wird niemanden wundemehmen, der Phiions Arbeitsweise im Genesiskommentare kennt. Der weiß aber auch, daß diese einzelnen Stellen nur Belege sind für einen Hauptgedanken, der sie systematisch durch die Disposition der Schrift zu einem gegliederten Ganzen zusammenfaßt. Können wir bestimmen, was das Thema des Fragments De deo ist? In dem Abschnitt, dessen Schluß in § 1 noch, vorliegt, war es dieEntis apparitio; Gott erscheint Abraham;<»qp{b] ta׳utcp 6 986g, Gen 18, 1. Die drei Männer 18, 2 : werden als Gott und seine virtutes gedeutet. Halten wir die Stellen, die wegen der Cherubim und Seraphim herangezogen werden, nebeneinander, dann entdecken wir zunächst als gemeinsames Merkmal/ daß Gott mitten unter diesen Engeln erscheint, einmal dem Moses; das andere Mal dem Jesaias: Loquar tecum desuper ex propitiatorio de medio duorum Cherubim und: Vidi dominum sedentem super sedem excelsam ... et Seraphim stabant circa eum. Analysieren wir aber schärfer und fragen wir, wo geht denn 10 Acetat fc’ i£$jc (Gen. 15, 16) Qiiis rer. div. her. § 293. Ahsl (Gen. 15, 17) ibidem 307 ,AvaymtuK; oöv irctXbrccu §:90’Ent<bv aov xa 7cp3Ttovt(z TCSpl T0ÜTU)V imldYSt 230; vgl. 237. 11 In § 8 kann die lateinische Übersetzung aus dem Armenischen an״ möglich Philons Gedanken richtig wiedergeben. Es muß wohl beißen: in aquae (seil, generationem. consumpsit) subtiiorem terra, crassiorem igne et aqua magis <tenuem> in aeream (seit, substantiaim).