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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 3 · p. Seite 165

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 3
Article
Das philonische Fragment De deo
Date
1936-01-01
Page
Seite 165 (sequence 3)
Language
German
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Das phiionische Fragment De deo 165 ist die allegorische Auslegung von Gen 18, 2: avaßXetpa«; 86 toig öcpftaXfxolfe autou e18ev, die in § 2 fortgeführt wird: Erst wenn der Mensch, der durch die Katop&coGts die menschliche euSaifuma erlangt hat, diese verläßt und seine geöffneten Augen in die Höhe richtet, um das höchste Wesen zu schauen und die gött״ liehe Natur zu erkennen, erkennt er sich selbst. Dabei sind die Bibelworte toisocpftaX^oTs gar nicht überschüssig, wie es scheinen könnte; denn die Ekstase, in der der Mensch Gott erschaut, ist die der Propheten, die oqoovt6<;* 8 oder ßXejtovteg0 sind und heißen (IReg. 9, 9). Aber so wie unser Bruchstück beginnt keine Abhandlung des phiionischen Genesiskommentars. Entweder einen Bibel״ vers oder, was viel wahrscheinlicher ist, eine Einleitung des Schriftstellers muß sie am Anfang gehabt haben; in unserem Fragment ist die allegorische Interpretation bereits in vollem Gang. Die apparitio Entis, die in einem kausalen Nebensatz den ersten überlieferten Satz begründet, der übrigens selber durch s a n e einen Zusammenhang mit Vorausgegangenem verrät, war das Thema der vorhergehenden Partie. In ihr war der Vers Gen 18, 1 kommentiert: ״Qq)׳ÜT) 86 avrcojo 060׳? jiQÖSjtfj Sp׳ul tfj MafißpTj, xa׳ör]|x8vou a׳UT0ü sjei t% ׳ÖTjQasVrjg <m!v% autoü [XEGrpxßpia«;. Das läßt sich durch die stilistische Manier Phiions noch be״ weisen, den nächsten Bibelvers als die Folge des eben allegorisch erläuterten zu betrachten. Unter den mannigfachsten Über״ gangsformein, die er variiert, finden sich im Genesiskommentar einige, die dem Übergang De deo § 2 ähnlich sind. Und da heißt es: ״Adimpleto itaque animo lumine sicut meridi״ ano, iure dicitur: Eievatis oculis vidit (Gen 18, 2).“ Meridiane geht auf fxea^pßpLa^ in Gen 18, 1 zurück und erst der Begriff peoi]pßpia erklärt in § 1 die sonst unverständlichen Worte: et postmodum superius supra verticem stat. Dadurch wird der Schluß unausweichlich: unser Fragment setzt ein in der Aus״ legung des 1. Verses von Gen 18; es interpretiert Gen 18,1 und 2. Der Vers 18, 2 ist in mindestens drei Teile zerlegt, von denen zwei in unserem Bruchstück erläutert werden; der erste 8 Quod deus sit immut. § 139. Quis rer. div. her. 78. 8 De migr. Abr. 38..

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