Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neue Schriften zum Maasse-Buch [Rezension]
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 132 (sequence 5)
- Language
- German
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132 Besprechun gen ihn hinrichten läßt. — 340: R. Matthja b. Charosch in seiner Gewissens״ angst um seine sittliche Reinheit, wird1 von Gott beruhigt: ״Ich wall! Eref sein (will ihn umgeben)“, hier ist ערב Bürge verwechselt mit ב Vער Gott will Bürge sein für Matthias Sittlichkeit. — S. 277: auf (vor) den Tag, richtiger: täglich. — S. 282 er hat Kauper (gesühnt) gewesen, richtiger: er ist abtrünnig ge״ worden, von •einem Apostaten. Dagegen treffen hunderte von Über״ Setzungen! das Richtige, zuweilen sehr geschickt z. B. Mechutten S. 284 Gegenschwiegervater. HL Sprachliches. Die Sprache des MB., wie sie von B. ,Pappenheim1 gewahrt wir 4 übt einen besonderen Reiz. Geschickt ist die Erklärung, die MB. zuweilen gibt. Z.B. ״min das is teutsch ein Ungläubiger, kein Jud und kein Goi“ (Pap. 242). Manches hebräische Wort erhält eigenartige Bedeutung: Knass heißt z, B. 180, 229, 279 Verlobung. Broche z. B. 38, 69, 180 ff., 229 Trausegen, Hoch״ zeit. Kaddisch, das Kind das •einst Kaddisch sagen wird. P. 153. Von den nicht hebräischen Worten sind einige doch besonders be״ zeichnend für das Jüdisch״Deutsch des MB., z. B. Jüdischen — beschneiden, nebbich — der Arme, neiert —nur. Bezeichnend: klopft schul p. 182. Einiges aus der Fülle der Spracheigentümlichkeiten, zum Teil alt״ deutsches Sprachgut. Zeitwörter: Sich ab scheiden^ 342, enthalten. Ab verdienen, 175, ab* büßen. Anbreiten, 118, Tisch decken. Anheischen, 277, 297, verlangen. An״ legen, 276, vorausbestimmen. 287, landen. Anmuten 282, verlangen. Aus״ geben, 293, Tochter verheiraten. Ausoren, 183 f., zu Ende beten. Begaben, 322, beschenken. Relaxten, 135, 142 begleiten. Beloben, 320, geloben. Breien, 110, 293, 311, zur Hochzeit (Breiluft) laden. Besilpern, 80, beschmutzexi, Beuteln, 68, sieben. Herfrachten׳, erfinden. Salomo hat das Schachzabel dertrachtet, 315. Eingehen, 225, einleuchten. Einschieben, 259, viel essen. Einleispern, 265, einraunen* zulispeln. Entflecken, 235, offenbaren. Ent״ spusen, fr. epouser, sehr häufig, verloben. Feilen, 261, feilschen, vielleicht Druckfehler. Gelegen, 258, niederkommen. Gesegnen, 143, 231, vexab״ schieden. Gewähren, 198, währen, dauern. Kippeln, 236, zanken. Königen, 209, herrschen•. Kreischen, 282, schreien. Kriegen, 277, streiten. Längen, 340, verlängern. Lehnen, 321, 325, leihen׳. Leutseligen, 211, begnaden. Lernen, 153, urteilen־. Mecken, 192, auslöschen. Mißtun, pari, gemiß tatet, 247, sündigen. Niedern, 17, 155, 241, 271, niederst eigen. Radebrechen, 282, rädern. Spratzen, 336, spreitzen, 198, sproßen. Stiften, 216 f., ausrichten. Übeln, 299, böses tun. Sich übergehen, 244, sich überanstrengen. Un״ keuschen, das 7. Gebot: du sollst nicht unkeuschen, 252, 282. Verschulden, 321 f., Schuld abtragen. Wegflitzen, 249 f., wegschwemmen. Verwackeln, schütteln, 26. Wergein, 317, sich wälzen. Widerspänigen, 255, widerspenstig handeln. Zubringen, 269, zutrinken. Zukommen^ 273, ertragen, Zwagen, 9, *44, 182, waschen. 1 Die Zahlen in diesem Abschnitt bezeichnen die Seitenzahlen bei B. Pappenhedm.