Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neue Schriften zum Maasse-Buch [Rezension]
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 3)
- Language
- German
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130 Besprechiin ge n sprachen׳. — Wenn das! MB. unter seinen Quellen auch Bechai anführt, ist darunter nicht Bach ja ihn Pakuda, Verfasser der Herzenspflichten, gemeint (Meitlis 23, Anm. 14), vielmehr Bach ja h. Ascher, Verfasser des volkstüm״ liehen Pentateuchkommentars. Zu S. 21: Die Basler Erstausgabe findet sich nicht nur im British Museum, in Basel und in Riga, sondern nach Gaster (S. XXXVII) auch in Zürich. Die Stoff geschichtlichen Hinweise bedürfen wesentlicher Ergänzung. S. 17 zum Motiv von1 den drei Fragen ist hinzuweisen auf W. Anderson, Kaiser u. Abt. PFC. 42. — S. 40 zuim Cymbeline״Motiv s. Bolte Pölivka I. 92, Anm. 1. — S. 77: Zum Alphabeta Siracidis s. Heller Enc. Jud. II. 453:—458. — S. 82: Edelfrau wird durch Gesang des Königs an die Stimme ihres ver״ lorengegangenen Esels erinnert. S. Heller HWB. des deutschen Volks״ märchens I. 100ar b. — S. 92, 93: über den wahren Freund s. Heller in Bolte Polivka IV. 359. — S. 136: Rabba wird nicht von! Jakob, sondern von Joab belagert. II. Übersetzungen. Dä das MB. in jüdisch-deutscher Sprache abgefaßt ist, kann eine heutige Wiedergabe zwischen Umschrift und Übersetzung schwanken. Straub hat sich für die neuhochdeutsche Übersetzung entschieden. Aus den dritthalbhimdert Erzählungen übersetzt er 21, wie er meint ״die erzählerisch schönsten! und1 gehaltlich charakteristischesten Stücke^. Allerdings werden Liebhaber des MB. manches Schöne und Charakteristische vermissen. Seiner Übertragung legt er die Ausg. Amsterdam, 1723, zugrunde, doch zieht er auch die Erstausgabe heran, z. B. in Nr. 12, wo Matthia b. Charasch vom Satan an gefachten wird, der ihn in der Gestalt einer schönen Frau lockt, ״hübscher als Naama, die Schwester Tuwalkains, mit der sich die Engel ver״ sündigten! zur Zeit Noahs/* Bertha Pappenheim schwankt zwischen Umschrift und Wiedergabe. Ich finde diesen scheinbare Zwitterförm sehr glücklich. Sie hat vieles von Kraft, Saft und' Innigkeit des Originals bewahrt (wie wir dies im; Abschnitt über das Sprachliche veranschaulichen, wollen). Ein köstliches Volksbuch. Hohe wissenschaftliche Bedeutung hingegen, kommt der Arbeit Gasters zu. Schon die Einleitung zu seinen bedeutsamen Exempla 1924, S. 21 kündigt an, er habe das MB. ins Englische übersetzt. Nun erhalten wir endlich diese Übersetzung mit einer gediegenen Einleitung und mit Anmerkungen. In diesen Anmerkungen sucht er Stück für Stück die Quelle änzugeben. Meist wird auf Entsprechendes in! seinen Exeimpla hin gewiesen, womit dann eine Fülle von Parallelen׳ gegeben! ist. Bei den Quellennachweisen war ihm kein Geringerer als Louis Ginzberg behilflich. Bemerkungen zu den Übersetzungen. Das Jüdisch״Deutsche im MB. wird zuweilen mißverstanden. Selbst von Gaster. Er mißdeutet das Wort פרי ינד irn Jüdischen. G. .139, 531, 567, 689 wäre פריינד nicht mit friends, sondern mit relatives zu übersetzen. G. 166, p. 337. — R. Ephraim war der Großvater Samuels des Frommen, nicht sein Onkel. Herrli1 MB. 166 bezeichnet den Großvater, wie ja auch Gaster I.