Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Aus Jacob Bernays' und Salomon Frensdorffs Schriftwechsel
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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124 Michael Fraenkel als bes. Teil vorangehen zu lassen) könnte gegen das Werk selbst ein ungünstiges Vorurteil erregen und darum möchte ich wohl Ihre Ansicht darüber hören,. Vielleicht schreiben Sie mir darüber, wenn ich in der Kürze Ihnen klar geworden seyn sollte. Doch es ist םמ$ןי ל#בת und ich wollte die schon längst erforderliche Beantwortung Ihres so schätzbaren Schreibens nicht länger aufschieben. Darum [seien] Sie für heute mit mir zufrieden und mit dem herzlichsten Gruße von den 1. Meinigen allen drückt Ihnen in liebender Treue die Hand m, hochgeschätzter Freund der alte Jugendfreund Frensdorff Dr. P. S. Für das schöne Angebinde des von Ihnen herausg. Aristoteles noch besonderen freundlichsten Dank? doch kann 1 d. Augenblick nichts weiter darüber hinzufügen. In« großer Eile Ihr Fr. Hierauf antwortet Bernay s (Bonn 1873): Die Frage, welche mir Ihr lieber Brief, für den ich herzlich danke, vorlegt, beantworte ich ohne Bedenken dahin, daß ich dringend rate, bei Ihrem ursprünglichen Vorhaben zu verharren und den Index zuerst her״ auszugeben. Nur ganz Unverständige könnten über den scheinbaren ttarspov 7rpÖTEpov Anstoß nehmen und ganz Unverständige pflegen sich aber nicht um wissenschaftliche Werke zu kümmern. Jeder nur einigermaßen Verständige muß einsehen, daß der Schwerpunkt der [von] Ihnen erzielten] Leistung eben in diesen Index fällt und daß derselbe auch ohne die von Ihnen zu erwartende krit. Recension der מסרה für die älteren Ausgaben seinen großen Wert hat. In noch höherem Maße als dieß von jedem wissenschaftlich angelegten Index zu einem Sammelwerk gilt, wird man von diesem sagen können, daß er die eigentliche anima libri sei. Vielleicht wäre es ratsam, um jede Lust zum Glossenmachen auch in dem Unverständigen zu ersticken für den lateinischen Teil entsprechend dem ^hebräischen Clavis Massoretica zu wählen statt ... — Am 20. 12. 1875 sendet Frensdorff an Bernays den fertigen Band der Massora und erwähnt in dem Begleitbrief, eine wie große Freude es für ihn wäre, wenn der Inhalt des Buches Bernays befriedigte und fragt an, ob er vielleicht Zeit zu einer Besprechung finden könnte. Hierauf antwortet B e r n a y s (27. 12. 1875): Ich sage Ihnen meinen herzlichster» Dank für das schöne Channukahgeschenk, mit dem Sie mich aufs höchste erfreut haben und beglückwünsche Sie zur Vollendung dieses wesentlichen und in sich abgeschlossenen Teiles Ihres großen Werkes. Obwohl ich erst wenige Tage im Besitz des Bandes bin, so konnte ich mich doch schon, da gerade Ferien sind, näher mit demselben bekanntmachen. Ihre tiefe Sachkenntnis und Ihr ausdauernder Fleiß hat ein Werk geschaffen, das, indem es seine unmittelbare Aufgabe meisterlich erfüllt, zugleich ein Werkzeug ist von der vielsaftigsten Anwendbarkeit auf den verschiedensten Gebieten der Forschung?