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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 2 · p. Seite 125

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 2
Article
Aus Jacob Bernays' und Salomon Frensdorffs Schriftwechsel
Date
1936-01-01
Page
Seite 125 (sequence 5)
Language
German
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Bernhard Heller: Von ■Tpoicos und xpoapiov zum Trop: 125 z. B. habe ich immer ein vollständiges und übersichtliches Verzeichnis der hebräischen Eigennamen vermißt, dergleichen wir für das Griechische längst besitzen,, wo diese das älteste Sprachgut gleichsam in fossilem Zustände bergenden Namen der Gegenstand ernster und fruchtbarer Bemühungen wurden, wie sie für das Hebräische meines Wissens noch nicht genügend angestellt sind. Ihr Werk bietet mir hierfür und auch für die Forschung über die Personen eine Grundlage, wie man sie sicherer und bequemer gar nicht wünschen kann. Überhaupt ist die ganze Einrichtung mit großer, nur bei langjähriger Übung möglicher Umsicht so getroffen, daß!man sich, äußerst leicht zurechtfindet. Wo ich über mich intet״־ essierende Punkte nachge schlagen habe, fand ich gleich Auskunft. Über einen solchen Punkt erlaube ich mir eine kleine Bemerkung. S. 158 handeln Sie über צדיקים erwähnen, aber nicht den מאמר ר״ יחנן בראשית רבד. פרשה מ״ט כל צדיקים שנאמרו בסדם צדיקם כתיב והוא מתננד למסורה שלנו כל צדיקים דאדריתא חסר הוא ובעל מנחת שי הביא מאמר ר׳ יוחנן על זקננו יהושע ט׳ י״א אבל לא העיר מאומה על צדיקים" Daß ich in meinem Kreise bei jeder Gelegenheit von dem hohen Ver״ dienst und der großen Vortrefflichkeit Ihrer Arbeit gebührend reden werde, bedarf nicht der Versicherung. Eine öffentliche Besprechung derselben aus meiner Feder würde den. christlichen Gelehrten zu sehr . . . auf״ fallen. Man: kennt mich dort zwar als Orientalen aber nicht als zünftigen Orientalisten. Doch wird Delitzsch und seine Schüler gewiß dafür sorgen, daß die öffentliche Anerkennung nicht zu lauge ausbleibt. Unter den Juden bricht sich bei der Menge der jetzt interessierenden jüdischen Zeit׳- Schriften ein Werk wie das Ihrige leicht Bahn. Ich schließe mit dem aufrichtigen Wunsche, daß Sie bald an die Fortsetzung gehen und uns nichts von dem vorenthalten, was Sie vorbereitet haben. Es wird sich nicht so bald wieder Jemand finden, der so ausgerüstet wie Sie dieses Gebiet verarbeitete. Was Sie also untergehen lassen, wird schwer zu ersetzen sein. Von tqojio? und xeojtdQiov zum Trop. Von Bernhard Heller1. Als älteste Fundstelle für das recht geläufige Trop zur Be- Zeichnung der Vortragsweise der Bibel dürfte wohl Raschi zu Kid. 71a angesehen werden. Die Barajta berichtet: den 12 buchstabigen Gottesnamen hielt man anfangs nicht geheim; als aber die Zügellosigkeit überhand nahm, vertraute man diesen Namen bloß den צנועים, den Demütigen unter den Priestern; diese Demutigen ließen den Gottesnamen hineinschmelzen in den lieb- 1 Für manche Belehrung über diesen Gegenstand bin ich meinem Freunde, dem Erforscher der Musikgeschichte, Rence Szabolcsi zu Dank verpflichtet. Alles Musikgeschichtliche in diesem Aufsatz stammt von ihm.

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