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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 2 · p. Seite 89

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 2
Article
Genesisprobleme
Date
1936-01-01
Page
Seite 89 (sequence 9)
Language
German
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Genesisproblem e 89 auch hier noch, am äußersten Rande des Daseinsr bewährt hat, sagt (v. 12): עתה ידעתי, so meint er, dem Ursinn des Urworts ידע gemäß, die Leibwerdung des Innersten für einen andern: jetzt habe ich das Geheimnis deines Wesens in der leibhaften Wirklichkeit des Weltgeschehens unmittelbar berührt. Mit seinem בבור. אדע, wie kann sich dies Künftige, Unfaßbare mir verleiblichen, so daß ich es zu fassen, damit zu schaffen be״ komme? hatte Abraham in der mittleren Offenbarung nach dem ״Zeichen' Gottes verlangt, — hier bestätigt Gott, daß der Mensch sein vollkommnes Zeichen hergegeben hat. So kann denn das האלהי־ם dieses Kapitels nicht anders verstanden wer״ den als das von 1718 (das nach Jacob für das Tetragrammaton steht)9. — Für die Differenzierung der beiden Gottesnamen in diesem Kapitel aber genügt es von der (u; a. von Cassuto S. 52 hervorgehobenen) Tatsache auszugehn; daß Elohim hier als der das Opfer Fordernde, JHWH als der es Erlassende erscheint. Meines Erachtens brauchte der Erzähler hier gleichsam eine Spannung in Gott selbst, die er nicht besser als durch solche Verteilung der beiden Namen zum Ausdruck bringen konnte. So vielfältig sonst die Gründe für die jeweilige Verwendung des einen oder des andern sind — man findet sie größtenteils in tief schürfender Argumentation bei Cassuto in dem Abschnitt ״Die Gottesnamen", S. 1—92, dargelegt —, und so unerkennbar sie zuweilen geworden sind, hier sind sie deutlich genug. Dabei mag die Vermutung von Volz modifiziert zutreffen. Daß der Erzählung eine antimolechistische Tendenz innewohnt, habe ich anderwärts gezeigt10; es galt wohl auch zu berichten, wie gerade auf dem Tempelberg, von dem vielleicht ein alter EKKinder״ opferkult überliefert war, das stellvertretende Opfer als das Opfer JHWHs eingesetzt worden ist. (Daß etwa gar an dem Namen Morija eine Volksetymologie gehaftet hat, die ihn auf .מורי יד — vgl. Jes 302o, Hi 3622 — zurückführte, und mit dieser So auch, das von 120c 17r in dem Jacob!ein Daimonion sieht: nur Gott selbst kann Abraham, nachdem) >er sich so als Fürsprecher (1823 ff.) be״ währt hat, als נביא d. h. als beglaubigten Sprecher zwischen Menschheit und Gottheit (in beiden Richtungen!)/ der also wirksam zu התפלל, sich mdttelnd einzusetzen (hier noch nicht zu! ״beten'1 verallgemeinert) vermag, proklamieren (v. 7). 10 ״Königtum Gottes11 101 f.

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