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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 6 · p. Seite 464

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 6
Article
Aus ostjüdischer Geschichte
Date
1935-01-01
Page
Seite 464 (sequence 9)
Language
German
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464 Louis Lewin , Aus ostjüdischer Geschichte VII. der J. in! Schles7 ״. Teil S. 249 ff. (nur in■ Korrekturfahnen vorhanden),, nach zwei archivalischeni Quellen;. Auch aus Horovitz, die Inschr. des alten- Fried« hofes der isr. Gern, zu Frankf. a. M., Nr. 1173 ist ersichtlich daß Salomon und Josef nicht identisch sind. Die Beziehungen der Munk«Harwitz zu den Munk^Theomim (MGWJ 1911 S. 349 ff.) sind noch ganz ungeklärt. K u r t z i gr H!ei n r i c h, A n d e r G r e n, z e. Kulturgeschichtliche Er« Zahlung. Leipzig. Gustav Engel Verlag. 180 S. Der Verfasser ist Herausgeber der Posener Heimatblätter, jetzt Blätter des Verbandes jüdischer Heimat« vereine, ein verdienter Arbeiter auf dem־ Felde jüdischer Kulturgeschichte, ein liebeerfüllter Darsteller der Posener Ghetti, und auch in dieser Zeitschrift als solcher anerkannt und gewürdigt worden8. Seine Lebensgeschichte ״Kauf« mann Frank'" und die ostischen Novellen ״Dorfjuden;" sind Perlen jüdischer Erzählungen. Auch vorliegendes Buch hat in Kujavien; seinen Schauplatz- Der Held ist der in MGWJ 1929 S. 183 ff. behandelte Abraham (Mark) Lidz« barski. Das Milieu׳ ist getreu, oft mit leisem Humor, wiedergegeben. Ist nicht der. ״Verein ■gegen! Verarmung und Bettelei" mit der abschreckenden Auf« schrift eher ■ein;interkonfessioneller al-s ein rein jüdischer gewesen? Es war doch sonst nicht die Art unserer Voreltern^ ״Schnorrer"!abzuwimmeln. S., 138: lies Baal tok-ea statt Bai tekio- Bei der Charakteristik seines Helden hat K. aus liebevoller Nachsicht ״mit einer Handbreite enthüllt und mit zwei Handbreiten verdeckt". Das Buch atmet erquicklichen Heimatduft aus.! א. ז. אשכלי, תנועת מוביאנסקי בין היהודים, אפיזודה משיחית, ירושלם תרצ״ג,הרצאת 4°/64 *בני בצלאל" S. Die als Nr. l der .מונוגרפיות למדעי הדוה בעריכת דד׳ א. ז אשב לי ומ. נרקיס erschienene Schrift verweist (S.5 Anm.) für die Erkenntnis dieser von kath. Mystik erfüllten Bewegung selbst auf das Buch desselben Verfass. ״Introduction ä!,Etüde des Heresies Religiieuses parmi les Juifs" (Paris 1927), das ihre Ähnlichkeit mit der chassidischen Bewegung von ■etwa 100 Jahren vorher und die gleichen völkischen׳ Grundlagen aus der Religionspsychologie aufweisen will. Jene ״Bewegung" wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts bei den! polnischen Emigranten in Paris und anderen Orten des Westens hervorgerufen. Eine Nachblüte der polnischen Romantik. Der Dichter Adam Mickiewicz war eine ihrer-treibenden Kräfte. Der Initiator To;wi!anski; war ein 1799 in Wilna geborener Edelmann. Auf seinem^ Gute knüpfte er nahezu brüderliche Beziehungen zu seinen Bauern an. 1840 glaubte er Offenbarungen erhalten zu haben. In Paris wurde der Gedanke der messianischen Sendung der Völker gebaren. T.’s öffentliche Wirksamkeit beschränkte sich auf die Predigt in Gegenwart einzelner-; Sie und seine Schriften betrafen die messianischen Aufgaben' Frankreichs, Polens, Englands, : Rußlands und Israels. Letzteres lag ihm besonders am Herzen, ״die Arbeit an Israel". Ein Rest begeisterter Adepten glaubt noch heute an ihn. Deutschland, Frank« reich, die Schweiz und der Vatikan wiesen den ״Meister" und seine Jünger aus. Diejenigen katholischen Bruderschaften, die seiner Lehre ׳anhingen, wurden von der Kirche zur Rechenschaft gezogen und bestraft. Tiefes Dunkel umgab den ״Gottesmann". Romantiker, die der Kultur und Zivili« > MGWJ 1928 S. 343 f.

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