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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 6 · p. Seite 461

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 6
Article
Aus ostjüdischer Geschichte
Date
1935-01-01
Page
Seite 461 (sequence 6)
Language
German
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Aus ostjüdischer Geschichte VII. 461 narodowosciowych, [Warschau]. Das Buch, in der Bibliotheka ״spraw naro« dowoscionych“ [Bibliothek: Völkische Abhandlungen] Nr. 20 erschienen, behandelt in sieben Kapiteln die gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage besonders der Schankpächter und Schankwirte, das Problem des Vagabun« dierens und Betteins, jüdische Arbeit bei den gewerblichen Anlagen der Magnaten, Juden als Unternehmer bei der Tuchmacherei׳, Stickerei, Spitzen* kl öppelei, Tuch*, Tallis«, Mützen«, Hut* und Strümp ffabrikationy ihre Tätig« keit in Gerbereien-, Druckereien, in der chemischen Industrie, Pulver« und Mahlmühlen, Branntweinbrennereien und sonstigen Industrien, Anteil an öffentlichen Arbeiten, als Entdecker der Reichtümer an Naturalien; Pläne, die Juden in die Landwirtschaft einzureihen, deren Resultate und Gründe für ihr Mißlingen, die in den unglücklichen politischen Ereignissen Polens lagen.. Personen« und Ortsregister schließen die Abhandlung. Der jüdischen Wissenschaft kann der Vorwurf nicht erspart werden, daß sie allzuspät der wirtschaftlichen Probleme sich angenommen hat und dadurch an manchem Vorurteil der Umwelt mit Schuld trägt. Um so dankbarer sind wir dem Verfasser dafür, daß er zu seinem Teile diese Lücke ausgefül-lt hat. Seinen Ruf als Historiker hat er bereits durch seine Arbeiten über Juden in Warschau und Krzemieniec, den jüdisch«p01mschen Buchhandel und Buch« druck, jüd. Beziehungen zur polnischen Presse, jüd. Büchereien in Polen u. a. begründet. Die J ud e n und die J u de n g e m!ei n d e Bratislawa [Pres« bürg] in Vergangenheit und) Gegenwart. Ein Sammelwerk, herausgegeben von Hugo Gold. 1932. Jüd. Buch verleg' Brünn (jetzt Jüd. Buch* und Kunst« verlag Max Hickl's Nachf. Hugo Gold, Prag X, Viktowa 3a/I). Groß 4°.. VI 4־ 192 S. Dem um die Geschichte Böhmens und Mährens verdienten Heraus« geber muß die Wissenschaft Dank wissen für die großen Opfer, die er für dieses schöne Werk auf ihren Altar gelegt hat. Das Sammelwerk macht keinen Anspruch auf Vollständigkeit, weil schon, aus finanziellen Gründen die reiche Geschichte Presbiurgs hier nicht ausgeschöpft werden konnte. Des prächtig ausgestattete, bis zur Gegenwart reichende und mit zahllosen Illu« strationen geschmückte Buch bietet die allgemeine, die Wirtschafts« und Geistesgschichte, Akten« und Urkundenverz'eichnis (1092—1731)׳, Statistik und Vereinsgeschichte. Was hier nicht Platz finden konnte, soll in des« selben Herausgebers ״Zeitschrift f. d. Gesch. der Juden in der Tschecho« Slowakei“ seinen Standort erhalten. Die Namen von Mitarbeitern! wie Bern« hard* Wachst ein, Samuel Krauß, Heinrich Flesch u. a.. bieten Gewähr für das geleistete. פריסבורק wird zuerst zwischen 1250 und 1300 genannt. Der erste Freiheitsbrief datiert von 1291.. Das Buch bildet eine Zierde jeder Bibliothek, nicht nur einer wissenschaftlichen׳. Auf S. 17 fehlt der gelehrte R. Jakob Presburg, der um die Mitte des 15. Jahrhunderts blühte. Steinberg, Mojzesz, Zydziw Jaroslawiu od; czasöw naj« dawsciejszych do polowy XIX wieka, Jaroslaw 1933. [Juden in Jaroslaw von den ältesten Zeiten bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts.] 55 S. In sieben Kapiteln behandelt St. die älteste Niederlassung, ihre Entwicklung, den Kahal, Handel, Handwerk, Vereinsleben und die Jaroslawer Tagsatzungen

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