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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 6 · p. Seite 412

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 6
Article
Das messianische Gastmahl der Gerechten in einer hebräischen Bibel aus dem XIII. Jahrhundert
Date
1935-01-01
Page
Seite 412 (sequence 4)
Language
German
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412 Zofja Ameisenowa hellen. Doch beschäftigte sich die Phantasie der jüdischen Maler im Mittelalter nicht nur mit den althergebrachten biblischen Themen. Die Illuminatoren schöpften auch reichlich aus den Quellen der apokryphen, mystischen Literatur und haben manche Darstellung geschaffen, welche kein Gegenspiel in der Illustration der christlichen Handschriften findet. Das Thema der vorliegenden Arbeit bezieht sich auf ein solches besonders iutei•- essantes Bildmotiv, welches die eigene Schöpfung des Diaspora^ Judentums ist. ■י■ ■■־ ■ ־ : n. - . ־iiv.v Die Bibel in der Ambrösiana. Oft wird mich noch der Weg ztirückführeh zu diesen außerordentlich wichtigen Denkmälern“ mittelalterlichet, jüdischer Malerei, welche die drei rhitMerkwürdigsten Szeheh bemalten Pergamentfölianten, das gärize Alte Testament ümfasserid, in der Mailänder Ambrösiana därstellen7. Diese Handschriften stammen wohl aus dem letzten Viertel dies XIII. Jhdts. Wie es die charakteristische, etwas nach links geneigte Qüadrätschrift bezeugt und der Stil der Miniaturen bestätigt, sind sie in Süddeutschländ, wahrscheinlich in einer der ältferi, reichen mittelrheinischen Gemeinden entstanden. Die Miniaturen weisen noch keine deutlichen Spuren der Beeinflussung durch die firanzösische Hochgotik auf, die um diese Zeit schon am Niederrhein und in Köln auch in die jüdischeni Schreibstuben eindrang und in der Dekoration der hebräischen Handschriften zum;Ausdruck kommt. Man kann; diese Wandlung gut an der in Köln ausgeführten, 1295/6 datierten Maimonideshähdschrift, heute in der 7 Hier möchte ich allen, die mir bei der Abfassung dieser Arbeit behilflich waren, meine Dankbarkeit, aussprechen. So vor allem dem Prä״ fekten der Ambrösiana, Monsig. Giov. Galbiati, für die Erlaubnis, die Miniaturen aufnehmen und reproduzieren zur dürfen; den Herren Ör. Dt Künstlinger-Krakau und B. Dym-Neu Sandez für Übertragung hebräischer Texte. Nicht minder gebührt Dank der Kulturwissenschaftlicheni Bibliothek Warburg zu London für Entlehnung kostbarer Werke nach Krakau und Frl. Johanna Nathan-Berlin ,und Mr. M..! Duker-New: York für manche freundliche Hüfeleistung bei Beschaffung; der nötigen Literatur. God. Ambr. hebr. B. 3,0, 31, 32 inf. cf. Bernheimer, Carlo: Codices hebraici; Bibi. Am3^0sianae.\Florentiae i l933^ p. 4r~6־yiNr. 3, 4,!5. Taf. II.

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