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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 4 · p. Seite 318

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 4
Article
Arabische Quellen zur Geschichte der babylonischen Judenheit im 13. Jahrhundert
Date
1935-01-01
Page
Seite 318 (sequence 17)
Language
German
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318 Walter Fischei Staats- oder Verwaltungsakt därstellten, der das Verhältnis der ״Schutzreligion“ zum Islam beleuchtete. V. Neben den von Ibn al Fuwati behandelten babylonischen Gaonim des 13. Jahrhunderts erwähnt er auch Persönlichkeiten des jüdischen Lebens, die auf anderen Gebieten im Laufe des 13. Jahrhunderts führend gewesen waren. Ibn Kar am. Der Diwan des Elazar Hababli enthält einige Gedichte, die zu Ehren einer Familie Karam verfaßt worden sind. Sie wurden von H. Brody veröffentlicht82. Aus diesen Gedichten geht hervor, daß es sich um eine vornehme und einflußreiche Familie der Baghdader Judenheit83 gehandelt haben muß, von der wir allerdings mehr als die Namen einiger Familienmitglieder bisher nicht kannten84. Jetzt ergänzt nun der arabische Chronist unsere Kenntnisse von dieser Familie und unter den Ereignissen des Jahres 639/1240 lesen wir folgendes85: ״Als Abu’l Tulaiq . . . der Älteste von den Leuten aus Qaräh86 einen von den Führern der Christen oder Juden reitend antraf, ließ er ihn absteigen und beleidigte ihn. So tat er es mit dem Arzt Ibn Tümä87 und später mit seinem Sohne und mit I b n Kara m, de m Juden“. Schon die Erwähnung des Ibn Karam in diesem Zusammenhang ist ein genügender Hinweis auf seine führende Rolle. Was wir uns allerdings konkret unter dem Ausdruck ״einer von den Führern der Juden“88 vorstellen sollen, ist schwer zu entscheiden. Eleazar hababli nennt ihn einfach אלריים♦ Möglicherweise war er 82 Hazofeh VI p., 123/133. 83 Über eine in. Ägypten!1ebendie Familie Karam in der 2, Hälfte dies 12. Jahrhunderts vgl. MGWJ 1897. 84 Vgl־. Brody, a. a. O. 85 Text S. 150. 86 Eine Vorstadt von Baghdad; vgl. Jagirfc s. v. 87 Über diesen Arzt, einen Christen^,, vgl bi. «. Usaibda I. 302-/303, wo es heißt, daß er einer der ausgezeichnetsten und vornehmsten Ärzte war; vgl euch b. Qiffci.. 88

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