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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 4 · p. Seite 283

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 4
Article
Die geschlechtliche Stellung des Weibes in Gen 2 und 3
Date
1935-01-01
Page
Seite 283 (sequence 3)
Language
German
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Die geschlechtliche Stellung des Weihes in Gen. 2 und 31 283 König wie Procksch wiederholen in. allem Wesentlichen ihre Vorgänger. Im Gegensatz zu König s. o. läßt Procksch das Hendiadyoin gelten und betont den Widerspruch zwischen des Weibes Geschlechtstrieb und des Mannes Tyrannis. ״An die Stelle der G1 ei chheit vonMann un d We i b, indem das Weib עזר war,■ tritt U n g 1 e i c h hei t mit Entwertung der weib״ liehen Würde" (sol). 2. Von vorne herein ist darauf hinzuweisen, daß alle diese Exegeten im Bann gewisser Vorurteile und unbewußt geleitet von Gedankeri des Paulus wie von kirchlicher Dogmatik mehr aus dem Wortlaut herausgelesen haben, als er besagt. Und es ist das unbestreitbare Verdienst von B. Jacob, dies an mehreren, z. T. entscheidenden Stellen deutlich gemacht zu haben, wenn man auch deswegen keineswegs in allem beizustimmen vermag. So bemerkt er zunächst S. 94 zu 217 sehr richtig, daß nichts davon dastehe, daß w e n n der Mensch nicht a ß, er überhaupt nicht gestorben wäre. Ferner S. 112 zu 314, daß die Schlange schon seit ihrer Erschaffung auf dem Bauche kroch. Hier werde lediglich die Tatsache festgestellt: ״Auf dem Bauch kriechst du und frißt Staub dein Leben lang." Noch deutlicher möchte die Übersetzung lauten, wenn es hieße: ״du, die du auf dem Bauche kriechst und Staub frißt". Dieses Kriechen und Fressen wird erwähnt als Voraussetzung, nur als dies, zu V. 15, zum Verständnis des dort gesetzten Zusammenhangs zwischen dem Kopf der Schlange und der Ferse des Menschen, und da״ mit der beständige Kampf zwischen Mensch und Schlange, das Trachten jedes von beiden nach dem Verderben des anderen gemalt und seine Art und Weise begründet. Hingegen scheint B. Jacob zu weit zu gehen, wenn er S. 116 zu 316 den Straf״ Charakter der dem Weib auf erlegten mit der Schwangerschaft und Geburt zusammenhängenden Schmerzen überhaupt bestrei״ tet, da dann ja der Spruch über das Weib im Zusammenhang der Erzählung seinen Sinn verlöre. Richtig ist es ja, wenn Jacob S. 117 den Unterschied zwischen dem Gottesspruch über das Weib einerseits und den Gottessprüchen über Schlange und Mann anderseits als bedeutsam hervorhebt (s. o.). Dagegen will nichts besagen der Hinweis darauf, daß diese Beschwerden des Weibes im Alter aufhören (zu ergänzen wäre, daß sie auch

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