Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 79 (1935)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Jüdische Übersetzer am Hofe Karls I. von Anjou, Königs von Sizilien (1266-1285)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 258 (sequence 13)
- Language
- German
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258 Willy Cohn jede ״Quatemio", die sie abgeschrieben hatten, bekamen sie einen Goldfloren33. Ob auch der Meister Jakob, der die Schreibhefte aus Ziegen״ haut herstellte und dafür eine Bezahlung von 24 Goldtari emp~ fing, ein Jude gewesen ist, bleibt fraglich. Als abschließende Eintragung dieser ganzen Vermerke, die unter dem 31. August 1282 in das Register aufgenommen wur״ den, findet sich die Quittung des Bruders Johann, Mönchs von Monte Cassino, der als Maler, wie schon in anderem Zusammen״ hang erwähnt, bei diesen Arbeiten tätig war. Illustriert erschien neben dem El H^wy nur noch die Übersetzung des arabischen Werkes: ״De expositionibus vocabulorum sen sinonimorum sim״ plicis medicinae''34. Von diesen beiden Büchern hat König Karl wohl je eine prächtige Ausgabe mit Bildern für sich anfertigen lassen, wäh« rend das dritte von Farag־ übersetzte Werk, der Taquün, an״ scheinend keinen Bildschmuck erhielt. Hier hatte der König größeren Wert darauf gelegt, in kurzer Zeit über eine größere Anzahl von Exemplaren zu verfügen35. Wenn wir von den hebräischen Kopisten absehen, die streng von den eigentlichen Übersetzern auseinanderzuhalten sind, so läßt siph neben Farag als. dem bedeutendsten hebrä״ 33 Vgl. Schulz, Bdi. •:IV, S. 55, Nr. CXXXVI, der die Verfügung vom 27. Januar 1278 Reg1. Carol. I 1282, A p. 147 at. wörtlich abgedruckt. 34 Steinschneider zweifelt in Virchows Archiv für die Geschichte der Medizin־, Bd. 39, S, 299, die Existenz eines besonderen arabischen Werkes dieses Titels ab* und hält es nur für einen Abschnitt des El Häwi; Stein״ Schneider bezieht sich auf diese seine Bemerkung auch in ״Hamaskir“, He״ bräische Bibliographie Nr. 120/1880. Jedoch scheint es mir nach der Re״ gistereintragung vom 31. August 1282 durchaus sicher, daß ״De expositioni״ bus usw.“ ein selbständiges Werk ist. Somit hat Farag־ im ganzen 3 Werke übersetzt. Vgl. auch Steinschneider: Die europäischen Übersetzun״ gen aus dem Arabischen. Sitzungsberichte der kais. Akademie der Wissen״ schäften in Wien, Phil.״hist. Klasse^ Bd. ־ CXLIX, Wien 1904. Nr. 39d. 35 Diese vielfachen Eintragungen vom 31. August 1282 sind im Wort״ laut noch nicht veröffentlicht. Sie finden, sich im Reg. An.g. 1282 B. n. 44 fol. 163v—166 und sind im Auszug mit italienischen Zusammenfassungen abgedruckt von Camillo Minieri Ricoio im Archivio storico Itaüiäno, 4. Serie, Bd. 4/1879, S. 182.; ' .