Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 79 (1935)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Um das Gebot der Nächstenliebe
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 219 (sequence 11)
- Language
- German
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Um, das Gebot,^dei? ^Nächstenliebe ms äüfdrängt/ wobei dann* schließlich׳ durch ׳ göttlichen Bescheid״ dib letztere‘׳hinten die erste verwiesen wihd; ist im ^jiidi^ch-ethischen GbdankOnkteis unauffindbar-tind״kaum möglich, ebensowenig Wie jene F örm der Nächstenliebe,- die,*indem sie sich die: Gottes« liebe*äum eigentlichen Zweck setzt, als eine; Art geistlichen? Bei« Standes sich׳ ׳entpuppt^: ‘Einer solchermaßen •in־ der Gottesliebe ,eingetauchten und an ihr orientierten^ Nächstenliebe kann es;ge« scheheriy daß sie am־Konkreten-?tinddringlichen -vörbeisiehtdaß sie über die anztiwendenden-Hilfsmittel nicht genügend nach« denkt, daß der Begegnung mit dem Nächsten, der sie ־ersehnt, dre; eindringende Tiefe ׳ fehlt.׳ Es kann ihr passieren, daß sie zwar freundlich ist zum Mitmenschen, aber nicht sich mit ihm Und an ihm freut, daß sie seine Not'versteht und ihn lehrt, sie zur ertragen, aber nicht ihm auf hilft, daß sie dem Feinde vergibt, im Stillen und aus* der Fernem aber nicht sich mit ihm ׳aussöhnt Ähgesicht ih ,Angesichte -Es ist nicht1 das Gleiche, ob man־ um den Menschen sich1 müht lind ihn dem zu enträifien trachtet, was ihhv Leid schafft/ oder ob man: sich' um das Leiden müht und gleichsam: diesem weghilft, von׳ dem Menschen/ der sich dagegen wehrt und aufbäumt; Der :jüdische Ethiker, ‘ ohne in׳ sachlicher Hinsicht die Ansprüche beider, : von denen• rer sagt/ daß sie sich wie die rechte«und die linke Hand verhalten33^ zu> vermengen und* dief eine der anderen untertan ■zu ־machen/• •bittet-•' sichvim GegehteLl die Hilfe der Gottesliebe für die Nächstenliebe aus, aber^rtur/ um rein? reflektierend ׳ ihren•• Sinnaufzuhellen und -si'cherzustellen/*1 Was beim! Gebot der Gottesliebe stehe/ nämlich Gott zu.; lieben mit ganzem Herzen,ד ■ganzer Seeler und ganzem Vermögen/ gelte auch für den Satz ׳der Nächstenliebe‘. Aus ganzem1Herzen heiße/Eifersucht uhd Nörgelei,•d;*• hr den grund« 32 So sieht Augustinus den Sinn der Nächstenliebe, in der; Gottesliebe• /Und da ’Gott, der Meister, zwei Hauptgebote leKrt/die Liebe Gottes und die Liebe; des Nächsten' ... r "So1 folgt^ daraus^ daß er! dein1 Nächsten, den er ja liebän' soll * wie? > sich, selbst/ als da ־•ist־' des Weib/ die Kinder/ die Haus« genossen und alle Menschen, soviel er kannr helfe, Gott zu lieben, und daß er auch; wenn er dessen^bedarf, den gleichen Dienst'vom Nächsten fordert/' Augustin, Der Gottesstaat V4. /;’־> , *s• Sehne, krch.־ häb. eBd.?Hagahav~־v;-׳ * < v *n-c