Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 79 (1935)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur Quellenkritik des Mischneh Thora
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 5)
- Language
- German
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152 Michael Girttmann לעודדב. Im שבם מוסר Kap. 22 ist er bereits als bekannter Spruch zitiert, doch besagt dies nicht allzu viel, wenn man bedenkt, daß der Verfasser dieses Mussarbuches, Elia b. Salomo Abraham, aus Smyrna, im Geburtsjahr Mendelssohns starb. Am entscheidendsten dürfte die Rambamstelle Melakhim VIII — gegen Ende — sein. Es handelt sich hier um die jü« כל המקבל שבע מצות ונזהר לעשותן :dische Lehre vom Heil der Völker הרי זה מחסידי אומות העולם. ויש לו חלק לעולם הבא. והוא שיקבל אותן ויעשה אותן מפני שצור. בהן הקברה בתורה והודיענו על ידי משה רביכו שבכי נח מקודם נצטוו בהן. אבל אם עשאן מפני הכרע הדעת אין זה גר תושב ואינו מחסידי אומות העולם ולא ומה שב׳ והוא שיקבל וכר נראה לי שרביכו אומד 1 Karo z. St. bemerkt.מחכמיהם כך מסברה דנפשיה וככוחה היא. Was Karo hier als selbstverständlich hinnimmt, ist nichts weniger als das Prinzip von der Universalierung der Ethik auf religiöser Grundlage. Etwas Selbstverständliches ist es keines« wegs angesichts der Tatsache, daß die gesamte Menschheit nicht im Zeichen einer religiösen Einheit steht. Selbst mit einer Ein« heit in spe wäre dem Problem nicht viel geholfen, da die ethi« sehen Grundlagen für ein universales Zusammenleben der gan« zen Menschheit uns stets als Gegenwartsforderung des Menschengeschlechts als solchen entgegentreten. Die erste Hälfte des Satzes, daß nämlich die Noachidengebote, die be« kanntlich die primitivste Formulierung einer religiös orientierten Ethik darstellen und durch ihre umfassende Allgemeinheit genug universal sind, um bei aller Individualität von Stammes« und Volkseigentümlichkeiten der Gesamtmenschheit als Lebens« 1 Die Worte ולא מחכמיהם sind! strittig*, da manche Mss. אלא מחכמיהם (hzw. אבל) haben. Rosin (Magaz. f. d!. Wissenschaft d. Judentums III. (1876), S. 206 ff.) tritt für die gangbaren Laa. (ולא מחכמיהם) ein, d!och ist sein Aus« gamgspunkt der, daß Maimuni hier nicht mit jüd. Quellen arbeitet, sondern den merkwürdigen Schluß aus Seinem philosophischen Denken heraus ge« zogen hat. Dies steht nun jetzt anders. Schon seit Jahren steht für mich die Vermutung fest, daß Maimuni nichts halachisch.es aus eigenem Denken deduziert hat. Die M. R. E, hat es nun erwiesen, daß unsere Maimuni« Stele streng halachisoh ist und m!it philosophischen Prämissen nichts zu tun hat. Die Worte 'ולא מחכמיהם geben keinen guten Sinn. Hingegen wäre אלא מחכמיהם insofern zu rechtfertigen, als ja M. R. E. der spekulativen Ethik nicht allen Wert abspricht אין לוקחין שכרן אלא בעולם הזה•