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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 2 · p. Seite 132

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 2
Article
Maimuni und die arabischen Einheitslehrer
Date
1935-01-01
Page
Seite 132 (sequence 31)
Language
German
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132 Isaak Heinemann vorausgesetzt habe. Das gilt insbesondere von der Einleitung zum Mischne Thora160. Vielmehr spricht er dort I 7, übereinstimmend mit der Erklärung seines 2. Glaubenssatzes, ausdrücklieh die Unvergleichbarkeit Gottes im philosophischen Sinne aus; und es ist sehr bezeichnend, daß er Deot I 6 schreibt כך לבדו בפירוש מצוד, זו מה חוא.נקרא רחום אף אתר. ד״יה רחום; das Wort נקרא fehlt an der Talmudstelle, auf die eir anspielt, Sabb. 133b; seine Hinzufügung zeigt den Gegner aller positiven Wesensattribute, mit Einschluß der sittlichen. In den Einzelausführungen des Mischne Thora ist Maimuni zweifellos stark an die Tradition gebunden161. Dennoch zeigt auch hier manche Abweichung von der Überlieferung den Einfiuß seiner weltanschaulich begründeten Überzeugung, daß man auch die Menge zu einer reinen Gottesauffassung führen muß, — zur Verlegenheit oder zum Anstoß seiner Erklärer, denen die philosophische Schulung fehlte. Nach הלכות תשובה III 7 gilt als מין, wer sich Gott zwar einzig, aber körperlich vorstellt; Abraham ben David, der Anhänger der Kabbala162, hält M. entgegen, das hätten גדולים ופזובים ממנו geglaubt! הלכות מזוזה V 4 wird Leuten, die im Innern der Mesusa Engelnamen u. dgl. anbringen, der Anteil am Jenseits abgesprochen, da sie die heilige Pflichthandlung der Anerkennung des einen Gottes und der Liebe zu ihm163 zu egoistischer Amulettenmacherei erniedrigen; die Erklärer wissen keine talmudische Quelle anzuführen, wohl aber Targum- und Talmudstellen, nach denen man sich von der Mesusa einen Schutz des Hauses versprach164. Die Schärfe 160 Den Ausdruck מצוי'ראשון והוא ממציא כל במצא ■übersetzt G1 a t z er, R. Mosche ben Maimon 1935, 11 ,,das alles Dasein erschuf; er kann aber durchaus in dem Sinn auf gef aßt werden, daß Gott die Ursache des Be- Standes aller Dinge ist, wie auch nach den Aristoteii'kern. Seine Wirkung auf die Wek wird gekennzeichnet: הוא המנהיג הגלגל בכה שאין לו קץ ותכלית בריאה, — in der hbr. Wiedergabe des More steht für פטרה unü סמך (E f r o s 16). Wenn sich More I 35 Anf. מכלוקאת (hbr. ברואיו: fehlt bei Efros und Klatzkin) findet, so ist das ohne philosophische Tragweite. 161 Vgl. namentlich M. Guttmanns Aufsatz u. S. ... 162 G. Schalem, 143 ספר ביאליקff. 163 Vgl. VI 13 über dien wahren Sinn des Gebotes. 164 Hierher gehört wohl auch הלכות עגו״ם XI 4:אין מנחשים כגויים (so mit ׳ed. Ven«. und 2 Inkunabeln der Breslauer Sem-Bibll: rya־edL Berlin!): als Beispiel

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