Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 79 (1935)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Maimuni und die arabischen Einheitslehrer
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 29)
- Language
- German
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130 Isaak Heinemann Volkes 1. bezüglich der Lehren, 2. bezüglich der Gebote der Religion. 1. Gewiß wendet sich Maimuni More I 33 f. gegen die Po״ pularisierung der Metaphysik und der metaphorischen Schrift״ auslegung. Aber, so fährt er I 35 fort, zu dem, was der Menge vorzuenthalten ist, gehört keineswegs die Lehre, daß Gott kein Körper und Erleidnissen148 nicht unterworfen ist. Diese ist vielmehr den Kindern und der Menge zu überliefern149, ebenso wie wir ihnen überliefern, daß Gott nur einer ist und niemand außer ihm angebetet werden darf150. Und wenn sie durch Pro״ phetenstellen beirrt werden, so erläutere man ihnen die Bedeu״ tung oder sage ihnen, wenn ihre Vernunft dazu nicht aus״ reicht151, daß der Vers nur den Gelehrten verständlich ist. Aus diesen volkspädagogischen Anschauungen zieht Maimuni die Konsequenzen in den Werken, die er für die Allgemeinheit bestimmt hat, insbesondere in der Aufstellung der 13 Glaubenslehren. Seine Beteuerung, er habe sie ״nach sorg״ faltiger Erwägung und Überlegung und nach Einblick in die richtigen und falschen Ansichten'" abgefaßt, zeigt, welches Ge״ wicht er ihnen beimißt, und läßt zugleich erkennen, daß er seine jüdischen Vorgänger gekannt hat, aber bewußt über sie hinaus״ gegangen ist. Er kombiniert die Lehre des Rabbenu Ghana״ nei152 von den vier religiösen Lehren, an welche (wie nach der Mischna) das Seelenheil geknüpft ist153, mit Ibn Dauds Aufstei״ 148 ־ הפעלויות אגפעאלאתrcc®7ן: Sinneseindrücke und Affektei, die dem Griechen — im Gegensatz zur aktiven. Arbeit des kd־p<; — als passive Er״ lebnisse erscheinen!. Vgl. E f r a Philosophicall terms 4 f. 149 יק״לדוא;vgl. 54 מקליד unten. תקליד ist Kunstausdruck für das unreflek״ tierte Übernehmen; Goldzäher, Vorl. 121; 327; Kitab 23*. Auch Bach ja gebraucht ihn 15y2, wo Ibn! Tibbon übersetzt 12) הקבלה תעמד במקום העיון Stern). 150 Daher hat er in! den nichtphilosophischen Schriften die Beweise bewußt fortgelassen: Kobez II 8a. 151 Die philologische Begründung ist also nicht allen Laien vor״ zuenthalten. Leo Strauß 77 scheint die Abweichung von den arabischen Aristotehkern zu unterschätzen. 152 Im Kommentar zu Ex 14sl: מגדל חבנאל (Lpzg. 1876), 35: Glaube an Gott, Propheten, Jenseits, Erlösung: וכל המאמין ♦ * ♦ זכה לחיי עוה״ב ♦ ♦♦ ומי שאינו מאמין בכל אלה... אינו זוכה לחיים♦ 158 H ס r ס d e t z k i, EJ V 251 hebt manche Übereinstimmungen zwischen Chananel und׳ Maimuni hervor, namentlich hinsichtlich der Rationalisie״