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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 2 · p. Seite 109

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 2
Article
Maimuni und die arabischen Einheitslehrer
Date
1935-01-01
Page
Seite 109 (sequence 8)
Language
German
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Maimimi und die arabischen Einheitslehrer 109 ist es philologisch gewiß nicht zu rechtfertigen40, aber kulturgeschichtlich zu begreif en, wenn Bach ja in der Vorrede zum ersten Buche die wissenschaftliche Darstellung des tauhid als Interpretation des Schema Jisrael vorträgt41 und auch Maimuni sich auf diesen Vers bezieht: in der Einl. zu חלק S. 21, wo er bei der Besprechung der 2. Glaubenslehre zwischen der scheinbaren und der echten, philosophischen Einheit unterscheidet, und im Mischne Tora יסודי חתורה I 7, wo er den — zuvor erläuterten — Glauben an die Einheitlichkeit Gottes im wissenschaftlichen Sinne geradezu als ,מצות עשד bezeichnet. Daß der philosophische Begriff der Gotteseinheit von Maimuni durchaus als jüdisch empfunden wird, beweist am besten die Tatsache, daß er zwei« mal im More mit Bezug auf ihn die hebräischen Worte יחוד י״י gebraucht: I 50 g. E. (du wirst zu denen gehören, die die Einheit Gottes denken, nicht nur mit dem Munde bekennen) und III 51 (= S. 460, 2: die Patriarchen wollten den Einheitsglauben verbreiten). 5. Philologisch angesehen, tritt in der Tat der neue, philosophische Begriff nur als eine etwas schärfere Fassung neben den jüdisch-traditionellen. Soziologisch betrachtet, sind seine Wirkungen von denen des ursprünglichen grundverschieden. Dieser gab ein Schlagwort für den wesentlichen Unterschied zwischen dem Juden und seiner Umwelt und stärkte so das stolze Gefühl des Zusammenhalts der jüdischen Gemeinschaft. Die neue Fassung, welche eine erlesene Gruppe von Juden mit einer Gruppe von Nichtjuden zu einer Gesinnungsgemeinschaft 40 S. R. Hirsch schreibt iml Kommentar zu Dteut 64: ,,Wenn spekula« tive Denker . . ., indem, sie das Prädikat des Einzigen in die Idee des Einigen verwandeln^ damit eine transcendbntale Leiter zu einem, Einblick in das Wesen Gottes finden möchten: so haben sie darin, an den nationalen Weisen unseres Volkes . . . keine Vorgänger und verfolgen überhaupt ein Streben, welches das אחדות ד׳, diese Grundbasis all unseres Denkens, unfruchtbar fürs Leben sein läßt“. Philologisch mit Recht. Aber wenn auch er אחד mit ״der einzig Eine“ wiedergibt und in, dem Satze eine Polemik gegen dualistischie WelterkläTung sieht, so ׳erliegt er derselben Versuchung, einem Bübelviers, in dem auch er die ״Grundbasis unseres Denkens!“ sieht, anachronistisch einen volleren Inhalt zu geben. 41 Wieder verschärft die Übersetzung. Nach B. unterscheidet sich durch die Auffassung der Einheit אלאימאן מן אלשרך, nach Ihn Tdbbon המאמין מן הכופר

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