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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 5 · p. Seite 535

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1934-01-01
Page
Seite 535 (sequence 3)
Language
German
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Besprechungen 535 gedruckte und handschriftliche Erklärungen zu Talmudtraktaten (mit Behandlung der Echtheitsfragen). 3. System der Transskription. ,3. Sigla. 4. Der Hauptteil des Buches: Gloses fran9aises dans les Commentaires Talmudiques de Baschi, 1102 Nummern, von denen Blondheim 1075 (nach der Berichtigung S. 209 sogar 1076) Glossen für erklärt, 1077—1102 für noch erklärungsbedürftig ansieht. Die Liste ist als Diplomarbeit für die Ecole des Hautes Etudes im Hinblick auf Romanisten zusammengestellt, nach dem Alphabet der Transskription in lateinischen Buchstaben. Unterhalb der Zeile wird dann der talmudische Fundort, das gedeutete hebräische oder aramäische Stichwort, sowie die altfranzösische Glosse in eigentlieber hebräischer Schrift und in schematischer Transskription mit lateinisehen Buchstaben gegeben, wobei selbst die tollsten Verballhornungen transskribiert sind. Auch Glossen, deren Verfasser fraglich oder die von Raschba-m oder von Juda b. Nathan stammen, werden derart bearbeitet. 5. Verzeichnis aller herangezogenen Talmudstellen, nach der Reihenfolge der Traktate. 6. Register der hebräischen oder aramäischen Stichworte, welche durch die altfranzösischen Glossen erklärt werden sollen. 7. Register der romanischen Glossen (doch auch die deutschen werden natürlich aufgenommen) in hebräischer Schrift der Ausgaben und Handschriften. 8. Liste der Glossen in anderer Sprache als französisch und hebräisch. 9. Zusätze und Berichtigungen. 10. Verzeichnis der Handschriften von Raschis Talmudkommentaren. Diese gewaltige Arbeit, für welche die Handschriften und seltenen Drucke der europäischen und amerikanischen Büchereien durchgeforscht werden mußten, erheischte mancherlei Förderung und Mithilfe, die Blondheim auch vielseitig zuteil ward. Blondheim strebt Vollständigkeit der Glossen an, mit Rücksicht auf Wandlungen, Entstellungen, Verballhornungen. Bisweilen haben die Abschreiber die altfranzösische Glosse modernisiert (aus badailler wird bailler, aus esternuder wird esternuer); bisweilen finden sich Italianismen (statt alum ,,Alaun44 heißt es nitro; aus codoinz ,, Quittenapfel44 wird cotogna) und Proven9alismen, die nicht immer von den ebenfalls zahlreichen Katalanismen unterschieden werden können, während aragonische Handschriften an Hispanismen reich sind. Vereinzelt findet sich auch portugiesischer Einfluß: No. 633a lentilhoso ,,Mensch mit linsenförmigen Flecken“; manchmal wird auf Griechisches hingewiesen, No. 39,9, 47a, 1004c, 1064b. Besonderes Augenmerk richtet sich schon seit Zunz auf die deutschen Elemente in Raschis Glossen, ob sie nun von Raschi selbst stammen oder nicht. Blondheim beobachtet die graphische Eigenart der deutschen Hand- Schriften, daß sie den e-Laut mit ע bezeichnen,, n statt ש setzen. Wohl die meisten Wandlungen erklären sich daraus, daß die altfranzösischen Glossen den spätem, besonders den nichtfranzösischen Ab- Schreibern, unverständlich waren, Blondheim (S. 183) führt als häufigste Verwechslungen an: 4א mit ג;ש mit ד;נ mit .ד;ז mit ו;ר mit ש;י mit ש;

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