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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 4 · p. Seite 454

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 4
Article
Die zehn Sephirot im Sepher Jezira
Date
1934-01-01
Page
Seite 454 (sequence 7)
Language
German
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454 Leo Baeck Süden gesiegelt und hat hervorgehen lassen nach rechts . . .; Zehn — ei hat Norden gesiegelt und hat hervorgehen lassen nach links . . Alles, was hier gesagt ist, gewinnt wieder von Proklus her seine Bestimmtheit. Zunächst die Vorstellung vom Siegeln. Proklus will die fxedsgic, die Teilnahme am Höheren, durch die etwas mit der Idee erfüllt ist, bildlich erklären, und er gebraucht hierfür, neben dem alten platonischen Bilde vom Spiegel, auch das, schon von Philo und dann auch von Plotin gern gebrauchte1 2, vom Siegel. Die Ideen sind das Siegelnde, sie geben r 1 kauzüjv xai Tü7tov} ,,eine Spur und ein Gepräge von sich“3. Ganz so ist das Bild hier gebraucht. Die Sephirot sind die überwesentliehen Einheiten der Raumerstreckung; sie sind deren Siegel, die der Schöpfer aufdrückte, so daß, wie vorher gesagt war, ,,sein Wort in ihnen ist“4. Sie sind nicht der Raum selbst in seinen sechs Erstreckungen, sondern, als dessen überwesentliche Ein־־ heiten, eben dessen Siegel. Das, was in früheren Sätzen als ,,einzeichnen, eingraben“ bezeichnet worden war, wird hier, als Wort für Erstreckung, ,,hinwenden“, erstrecken, hervorgehen lassen, פנה genannt. Ebenso geht die Vorstellung vom Raum, die hier zu Grunde liegt, auf Proklus zurück. Für diesen ist der Raum ein Göttliches und Beseeltes, ein feinstes Licht, der kugelförmige, alles durchdringende und durch nichts geteilte, Lichtkörper der 1 חמש חתם רום דפנה למעלה וחתמו ביה״ו שש חתם תחת ופנה למטה וחתמו ביר׳״ה שבע חתם מזרח ופנה לפניו וחתמו בהי״ו שמנה חתם מערב ופנה לאחריו וחתמו בהו״י תשע חתם דרום ופנה לימינו יוחתמו בוי״ה עשר חתם צפון ופנה לשמאלו וחתמו בוה״י Diese sechs Teilvariationen im Tetragrammaton sind Bezeichnungen dafür, daß in den Baumerstreckungen je ein verschiedenes Siegel Gottes, d. h. eine verschiedene von Gott hervorgehende Kraft, aber doch rächt die ganze Kraft Gottes ist. Die Be- Zeichnungen für Kombination bzw. Kombinierbarkeit und Variation bzww Variationsfähigkeit sind in unserem Buche: צרף; המיר wechseln, verbinden, tauschen; שקל ausgleichen s. II, 4 u. IV, 6 ff. 2 Philo, De mundi opif. I, 17; de migr. Abr. I, 451 u. 466; leg. alleg. I, 107 Mang. Plotin Enn. I, 1, 7; III, 6, 9. 3 In Parm. V, 71 ff. 4 S. MGWJ 1926, S. 373. Vergl. Seph. Jez> IH,:2: חתום בשש טבעית•

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