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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 4 · p. Seite 426

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 4
Article
Die Typen der prophetischen Visionen in der Bibel
Date
1934-01-01
Page
Seite 426 (sequence 28)
Language
German
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426 Die Typen der prophetischen Visionen in der Bibel 5. ...ואשא עיני Ez 85,... ואשא את עיני וארא Sach 2!, . .. (ואשא עיני וארא(ה Sach 25, 5g, 5!, 6!, Dan 83, 105, ... שא נא עיניך Ez 85, Sach 5Ö. Ezechiel gebraucht noch häufig in der Visionseinleitung das Bild 322 <13) ותהי עלי שם יד יי) oder 40 ,!37) היתד, עלי יד יי!), auch 115 ותפול עלי רוח יי <29 ותפול עלי שם יד יי. — Dieses Bild, für die Extase, für das Ergriffensein von der Hand Gottes finden wir bei Elia 1 Kön 1846 (יד יי היתד, אל אליהו), bei Elisa 2 Kön 315 (ותהי עליו יד יי) und bei Bileam Nu 242 (ותהי עליו דוח אלד,ים). Wir gruppieren also die Visionen, nach den drei genannten Typen. Zum ersten Typus der Visionen gehören diejenigen, deren geschautes Bild eine Theophanie (Jes 6, Jer lr!0, Ez 1—3, Am 9r4), oder Angelophanie (Dan 9, 10—12), wobei die Schilderung knapp (Jer, Dan, Am) oder ausführlich (Jes, Ez) sein kann. Das gezeichnete Bild steht fast immer an der. Spitze der Visionseinheit, darauf folgen monologische (Am, Dan) oder dialogische Äußerungen, die auch von Handlungen begleitet sein können (Jes, Jer, Ez). Die drei Visionen Jes 6!-10, Jer lr10 und Ez 1—3 sind dem Hauptmotiv and der Komposition nach einander ähnlich. Es ist eine häufige Erscheinung in der biblischen wie der babylonischassyrischen Literatur, daß eine Persönlichkeit, die etwas für ihr Volk oder für eine Gemeinschaft leistet, ihre Tätigkeit auf die Berufung durch die Gottheit zurückführt. Die Könige Babyloniens und Assyriens legten immer das größte Gewicht darauf, von den Göttern zur Herrschaft berufen zu sein; ihr Königtum ist ein Königtum von Gottes Gnaden, das sie aus den Händen Marduks oder Aäurs empfangen haben. Das stehende Epitheton des Haupt־ gottes in den Königsinschriften ist ,,ilu bänija“, der Gott, mein Erzeuger. In der Bibel sind einige Berufungsgeschichten vorhanden, so z. B. die von Moses (Ex 3—4), Gideon (Ri 6!!~18) und Simson (Ri 13). Amos (715) führt auch seine Prophezeiungen auf die göttliche Berufung zurück. Auch in den drei genannten Visionen ist das Hauptmotiv die Berufung zur prophetischen Tätigkeit. Nun fehlt aber im Gegensatz zu Jes und Ez in Jer 1!10־ eine volle Schilderung der Theophanie, die die Zurechnung zum ersten Typus rechtfertigen soll. Wir haben schon in der Analyse erwähnt, daß das Eigentümliche auch für die beiden übrigen Visionen, die sich im selben ersten Kapitel Jeremia finden, darin

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