Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Typen der prophetischen Visionen in der Bibel
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 413 (sequence 15)
- Language
- German
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Moses Sister 413; Der äußere Rahmen für dieses Zukunftsbild ist der übliche für die; ezechielischen Visionen: Datierung, die diesmal synchrönistisch ist (40!), es folgt die gewöhnliche Einleitung: היתדז עלי יד יי ויבא אותי שמה; Der Prophet wird von einem Himmelswesen zu den einzelnen Baulichkeiten gebracht. , Die : gewöhnlichsten ,Ausdrücke: sind dabei: וישיבני, ויוציאני, ויוליכני, ויביאני. In 433 wird betont* daß der Anblick der Erscheinung Gottes der gleiche wie in Kap. 8—11 und Kap. 1 ist• auch die Wirkung des Geschauten auf den Propheten ist dieselbe (433b). Es ist charakteristiseh für die Visionsgattung, daß der Dichter nicht zu sehr mit der Wirklichkeit rechnet. So wird (4713) für das Volk am Schluß dieser Vision die Einteilung nach zwölf Stämmen zugrunde gelegt, wobei lang verschollene Stämme, wie Rüben und Simeon, aufs neue erstehen. Im Allgemeinen ist für diese, wie für die Vision 8—11, nicht so sehr das geschaute .Bild charakteristisch, wie die wunderbare Translokation, die dem Propheten das Schauen verschiedener Bilder und Handlungen ermöglicht. Sacharia. Im Buche Sacharia finden wir acht Visionen, die ein kunstvolles Ganzes darstellen mit einer Einleitungs- und Abschluß-־ vision i : Abgesehen von verschiedenen Glossen gehören zu diesen Visionen folgende Abschnitte: 1. 17-17, 2. 2!-^, 3. 259־ (mit V. 10 beginnt eine neue Einheit markiert durch die Einleitung הוי הוי), 4 ..317־, V. 8—10 sind als selbständiges Stück anzusehen (Rothstein und Sellin), 5. 4,-,.10 ״b, 5 .7 ,!.-,5 .6 <4נ-13 ,״ä-״ und 8. firs. Das Thema dieses Zyklus ist: die Vorbereitung des künftigen messia- .nischen Reiches.: In verschiedenen Bildern mit ־ wechselnden Einleitungsformeln und Fragestellungen wird die Spannung gesteigert, Dabei sind die Bilder teils Phantasiegebilde, teils Symbole. In diesen Visionen haben wir einen sprachbegabten Dichter vor uns,, der nicht nur jeder Vision eine neue bildliche Gestaltung gibt,; sondern auch den Aufbau niemals monoton werden läßt, wie ־wir es in den vorigen Visionen angetroffen haben. Allen Visionen geht eine allgemeine Datierung voran (17). Alle sollen in einer Nacht ,,gesehen“ worden sein, worauf die Einleitung der ersten Vision hindeutet (דאיתי הלילה והנה),; Vgi.r auch 4!. Die Einleitungsformeln sind verschiedenartig: 4;18) ראיתיä),