Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 314 (sequence 3)
- Language
- German
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314 Besprechungen Midrasch, zumal Midrasch Rabba, dem er wahrscheinlich oft auch .ohne ihn zu nennen folgt, seltener Pirqe R. Eliezer (S.94 ,70 ,56 ,45 ׳), zweimal Tanchuma (52, 219) und Sefer Hajjaschar (40, 177), einmal den Jalkut (76). Doch als seine einflußreichsten Lehrer und Vorbilder können folgende Pentateucherklärer gelten: 1. Raschi, 2. Raschis Nacheiferer, Chizkijjahu b. Manoah, Verfasser des Pentateuchkommentars 3 .חזקוני. Bachja ben Ascher aus Saragossa (XTII. Jhdt). 4. Moses b. Nachmann aus Gerona (XIII. Jhdt.). 5. Isak Karo. Verfasser des תולדות יצחק (XVI. Jhdt.). Daneben sind noch als wichtige Gewährsmänner zu nennen: 1. Josuäibn Schuaib, Schüler des Salamon b. Adret, Verfasser der 2 .דרשות על התורה. Israel Krems (Isserlein) aus Marburg, XV. Jhdt. (123, 131, 135, 137, 141, 149, 156, 160, 180, 216, 219). 3. Jakob aus Illeska mit seinem 98) אמרי נעם, 112, 126, 131, 133, 140, 176, 180, 194, 218, 224, 239). 4. Jakob b. Ascher, der 5 .(161 ,135 ,110 ,102 ,100) בעל הטורים. Simon b. Isak halevi aus Aschaffenburg mit seinem Superkommentar zu Raschi 117) דבק טוב, 128, 140, 183, 199). 6. Seinen Zeitgenossen Sabbatai Bass führt Jakob ben Isak zur Genesis einmal an (שפתי חכמים S. 137). Aus dieser Liste der Quellen erhellt schon die Eigenart des Zeenah u-Reenah. Niemals wird, wenigstens zur Genesis nicht, angeführt: Saadia oder einer der Gaonen, Abulwalid, Ibn Ezra, Samuel b. Meir, Maimonides, — also weder die großen Deuter des Wortsinnes noch auch die Erforscher philosophischer oder metaphysischer Probleme. Dem Zeenah u-Reenah ist es um דרשה, um Erbauung zu tun. Sonstige Bemerkungen: S. XI, Z. 9 wird das Eernhalten der Frauen von den Lehrstätten der Männer ,,aus erotischen Gründen“ abgeleitet, es sollte im Gegenteil heißen: ,,aus sittlichen Bedenken.“ — S. XI unten, Z. 3, ist mir unverständlich, wieso die Bearbeitung durch eine Frau ,,chronologisch“ begründet wird. Druck- und Lesefehler1 sind leider nicht selten. S. 13, Z. 12, Teich Sambation, richtiger Bach Sambation. — S. 99, Z. 4, 14, 17 wird קמיעה dreimal Kameo gelesen; es sollte Kemiah heißen. — S. 224 infr. Z. 12 statt des sinnlosen ,,Teich Gilaus“ ist zu lesen Bach Nilus, wie es in den Ausgaben klar steht. — 11 mal wird Eben schaaeb geschrieben (105, 106, 115, 127, 157, 183, 21.1, 215, 227, 227, 229) alle mal soll es Ibn Schuaib heißen; es ist Josua ibn Schuaibs homiletisches Werk zum Pentateuch gemeint: die דרשות. Die Verschreibung wurde wohl durch אגן שואבת Magnet veranlaßt. — Nahezu 100 mal wird Chizkuni geschrieben statt Chazkuni, wie Chizkijjahu b. Manoachs Pentateuchkommentar heißt. Das oft (z. B. 62, 63, 65, 86, 97, 101) vorkommende ,,bescheidlich“ wird als Hauptwort übersetzt ,,Bescheid, Auskunft“, es ist jedoch Adverb und bedeutet: klarerweise; ebenso ist ,,Stillerheit“ S. 238 Z. 6 als Adverb stillerheit (im Stillen) zu schreiben. S. 73 unten Z. 6 Gabriel hat die Aufgabe ,,zu überkehren die Stadt Sodom“, Frl. Päppenheim übersetzt: ״zu bekehren“. In Wirklichkeit entspricht ,,überkehren“ dem biblischen הפך, 1 Auf Wunsch der Schriftleitung gekürzt.