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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 2 · p. Seite 315

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1934-01-01
Page
Seite 315 (sequence 4)
Language
German
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Besprechungen 315 das von Sodoms gänzlicher Verwüstung gebraucht wird. Derselbe Dehler S. 74 unten Z. 8 (S. 82 unten Z. 5 weniger klar). — S. 93 Z. 16 Esche! bedeutet nicht Tamarinde, noch Gasthaus, sondern Tamariske. — S. 121 Z. 20 Roui heißt nicht ,,ausersehen“, sondern ,,fähig“. S. 136 infr. Z. 6 Mazewoh heißt hier und S. 155, unten Z. 8 nicht Grabstein, sondern Denksäule. — S. 156 ,,Tarjag Mizwaus“ bezeichnet natürlich nicht ,,sechsunddreißig“, sondern 613 Gebote. — S. 183 vorl. Z. Joschpeh heißt nicht ,,verschweigen“, sondern ist notarikonartig gedeutet: י$ פה Binjamin hatte wohl einen Mund, hielt aber reinen Mund und verriet Jakob nicht, daß Joseph von den Brüdern verkauft worden. — S. 185 unten Z. 3 und S. 187, Z. 16 ,,Schnur“ bedeutet nicht Schwiegermutter, sondern Schwiegertochter. S. 231, Z. 9] ,,geklugt“ heißt nicht betastet“, sondern übersetzt ז׳??ל Gen 4814 nach der früheren Auffassung ,,klug tun“. Das Werk bietet viel sprachlich Bemerkenswertes, viel Volkstümliches, Eolkloristisches, noch mehr Erbauliches. Es verdient die Dort* Setzung. Bernhard Heller. Ermanno Loevinson: La concession de banques de prets aux juifs par les papes des seizieme et dix-septieme siecles. Contribution ä l’histoire des finances d’Italie. (Sonderabdruck aus der Revue des Etudes Juives.) Paris 1932/33. Wir verdanken dem Verf., der heute im 71. Lebensjahr steht und als Soprintendente des Kgl. Staatsarchiv in Bologna eine hervorragende Stellung einnimmt, wesentliche Beiträge zur Geschichte der Juden Italiens. In seiner Einleitung zu der vorliegenden Untersuchung betont er, daß vrir noch keine Geschichte der Juden in den dem Papst unmittelbar unterstehenden Staaten besitzen. Für die vorliegende Arbeit erschließt er ein ganz neues Material in drei päpstlichen Registern, die die Jahre 1587—1669 umfassen. In einer Photographie wird auch die unmittelbare Anschauung einer derartigen Registerseite übermittelt. Das Pontifikat Sixtus’ V. (1585—1590) bedeutete für die dem päpstliehen Stuhle unterstehenden Juden eine neue Epoche. Dieser Papst brach mit allen Gesetzen gegen die Juden. Von da an kam es zu einer großzügigen Konzessionierung jüdischer Bankiers, die eben in den genannten Registern vermerkt wurden. Ihre vollkommene Ausschöpfung wird auch die Genealogie der Juden Italiens auf eine neue Grundlage stellen. Aus diesen Zulassungen ergaben sich für die Finanzverwaltung regelmäßige Einkünfte. Vor allem aber ist der Verf. sicherlich mit Recht der Meinung, daß durch diese großzügigen Tolerierungsmaßnahmen, die Sixtus V. eingeleitet hat und auch seine Nachfolger beibehalten haben, das finanzielle Aufblühen der Kirchenstaaten gefördert wurde. Dieser Blüte stellt der Verf. den finanziellen Zusammenbruch des Königreiches beider Sizilien gegenüber, wo die spanische Herrschaft die vollkommene Vertreibung der Juden brachte. Bekanntlich wies Sizilien — dort waren die Re-

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