Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zu den Dialekten des Talmudisch-Hebräischen
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 307 (sequence 3)
- Language
- German
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Berichtigungen 11. dgl. 307 Hebr. noch des Pal.-Hebr. angesehen werden, sondern ist vielmehr auf Gutdünken und Vorliebe der Kopisten zurückzuführen. Beiläufig bemerkt, ist die in Bede stehende Aussprache des יי namentlich bei den bab. Juden von B. Serira ausdrücklich bezeugt: שצריך להוריר שלא להבליע יוד שבוהיו שלא ידמה כאילו אומד והאר (Levin, אוצר הגאונים I, 43). So auch טור אדח Absch. 61 § 18 und überdies: ידגוש יוד של שמע ישראל שלא אשתמע א ישראל. In späterer Zeit scheint noch D. Kimhi dieselbe Aussprache des י in seiner Bemerkung vorausgesetzt zu haben, wienach das א des Präf. im Kal Impf, deswegen mit Segöl statt Hirek punktiert ist, damit man dies nicht mit dem י der 3. P. Sing, verwechsle (Miklöl ed. Lyck, 16 b). C. ,,Vorliebe für ־אAnlaut bei folgendem Dauerlaut“ (S. 427) ist in den mir vorliegenden bab. vokalisierten Texten nicht wahrzunehmen. Dagegen weisen diese u. a. gerade die vom Verf. für Pal. beanspruchten Formen לוכסן Dem. 7- (= 78), מיתלא Gif. 9n auf. Wäre nun die betreffende Feststellung des Verf. (auf Schwierigkeiten macht er selbst aufmerksam) zutreffend, so hätte man zumindest hier ein vom Vokalisator angehängtes א erwarten müssen. Vgl. hierzu das unter A. Gesagte. D. Griechische Lehnwörter des Bab.-Hebr., deren Formen von denen des Kl.-Griechischen irgendwie abweichen, erlauben m. E. noch nicht von ,,Entstellung“ zu sprechen (S. 426). Die vom Verf. angeführten Abweichungen mögen teils auf Eigentümlichkeiten des einheimischen Dialektes (zu דולבקי st. דולפקי vgl. nhbr. הבקר neben הפקר), teils auf der Herkunft des betreffenden Wortes — ein Umstand, der mitunter auch vom Verf. in Erwägung gezogen wird. (S. 426 Anm.) — und schließlich auch auf Schreibfehlern beruhen. Daß Letzteres hier auch tatsächlich der Fall ist, beweist eben das vom Verf. angeführte מ[י]ל (limön). Dieses tritt nämlich auch in bab. (gedruckten) Texten in der richtigen. Form auf. S. Aruch compl. s. v. למן; ebenso findet sich vielfach in Eccl. r. 74 למן neben כמל. Im übrigen ist gerade aus dem mir vorliegenden bab. punktierten Material zu ersehen, daß die Lehnwörter hier im allgemeinen genau wiedergegeben sind — möge da diese Genauigkeit woher immer stammen —, wie dementsprechend hier im Verhältnisse zu Tib. punktierten Hss. bzw. Drucken auch viele spezifisch neuhebr. Wörter in ihrer ursprünglichen und einzig richtigen Form dargeboten werden. Zum Schluß sei noch betreffs bab. שאכלו שאאכלו n. ä. (S. 415) bemerkt, daß bab. Patah für tib. Segöl in einer Tonsilbe bzw. Vortonsilbe — die Betonungsregeln scheinen hier nicht immer denen der späteren tib. Überlieferung zu entsprechen — a ausgesprochen wurde. Das geht aus Wortspielen, wie מקשת אסרו מקשיותם במסרו לכבוכדכצר (Einl. zu Echa r.)? ושמת□ סם תם (Kid. 30b.) u. ä., sowie aus arab. Umschreibungen wie (=פרץ ־) u. ä. (ZAW VI, 245 ff.) deutlich hervor. Ob auch ש in den aus einem punktierten Jerusalmi-Fragment angeführten שנישברדי u. ä. frühtib. sa darstelle (ebd. Anm. 2) und nicht etwa auf Einfluß bab. Vokalisation zurückzuführen sei, soll hier unerörtert bleiben. Jedenfalls müssen auch 20*