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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 2 · p. Seite 270

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 2
Article
Nachtrag zum Aufsatz: "Zur jüdischen Altertumskunde"
Date
1934-01-01
Page
Seite 270 (sequence 4)
Language
German
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270 S. Klein Prüfung der Originale feststellen können, daß die richtige Lesung tatsächlich ירשלם sei, wie es schon von Vincent und zu einer Zeit auch von ihm selbst vermutet wurde. Die Lesung des ר sei besonders durch ein bisher unbekannt gebliebenes Exemplar der Clark-Sammlung, das durch ihn und Sukenik geprüft wurde, bewiesen. Diese Inschriften gehören jedenfalls dem 4.—3. Jahrh. an. — Dazu möchte ich meinerseits bemerken, daß die defektive Schreibung ירשלם, wenn auch auffallend, dennoch nicht allein־■ stehend ist. Augenblicklich kann ich nur Toss. ‘Arachin V 14 (Zuckerm.55022) anführen: ירשלם וערי מקלט ומעשר שני הכל הולך אחר הנוף. 2. Bezüglich der mit den angeblichen Buchstaben יהו versehenen Stempel1 erfuhr ich gleichfalls von Herrn Prof. Albright (mündlich am 8. XI. 1933), daß er soeben durch Herrn Sukenik den endgültigen Beweis erhalten habe, die Lesung der genannten Inschrift auf Münzen und Stempeln sei nicht יהו, sondern יהד, und daß damit die Provinz להוד יהד (Esra 5X und sonst), d. h. Judaea gemeint sei. Albright glaube ferner, daß auch die vierbuchstabigen angeblichen ,T^-Stempel2 nichts anderes als יהד enthalten sollen (das angebliche ע׳ wäre also als eine Art Verzierung anzusehen?). 3. Sukenik hat in der oben (unter 1) genannten Notiz diese vierbuchstabigen Inschriften als העיר ,,die Stadt“ lesen wollen, und meint, dies sei eine in den jüngeren Büchern der Bibel (ja auch in den älteren Partien der Mischna3) häufig vorkommende Bezeichnung für Jerusalem. — Ohne auf die Einzelheiten in dieser These einzugehen4 5, möchte ich nur auf ein aus Gezer stammendes .Exemplar hinweisen, das die Lesung העיר kaum gestatten dürfte, da darin die Buchstaben so geordnet sind |5|העי. Daher wird man die vorgeschlagene Lesung nicht als endgültige Lösung des Problems anzusehen haben. 1 Ebd., 182. 2 Ebd. 3 So JPOS 1933, 22G ff., 230. 4 Bibel־ und Miscbna-Konkordanz sprechen nicht dafür; auch die Beweisführung Liebermanns (ידיעות ebd. S. 8 f.) scheint mir nicht restlos gelungen zu sein. Denn Toss. M. sch. V 3 j IV 9 steht nicht העיר, sondern מעשר עיר als ein Begriff für den zweiten Zehnt oder dessen Erlös, der im ■Gegensatz zum Levitenzehnt nur in der Stadt des Heiligtums genossen werden darf. Keinesfalls will aber das Wort עיר a n s i c h den Inhalt des Gefäßes als ,,zweiten Zehnt“ bezeichnen. 5 JPOS VI, 91; s. auch das Explr. ebd. ,,Jer. 38“.

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