Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Einige Schriften zu biblischen Problemen [Rezension]
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 10)
- Language
- German
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266 Max Wiener Sohn Meschullam ihm im Amte gefolgt sei. — P. behauptet auch keineswegs, in der Kombination dieser Hypothesen auf festem Grunde zu stehen. Aber er scheint uns durchaus im Recht, wenn er die Forschung nach der von ihm angesetzten Richtung weiter fortgesetzt sehen will. Denn der Gottesknecht — das dürfte die lange Geschichte dieses Problems ergeben haben — ist in der Tat eine Einzelperson; und die Möglichkeit des zeitlichen Zusammenfalls seines Lebens und der Ausstrahlung seines Wirkens in die merkwürdig geheimnisvolle Persönlichkeit des Serubbabel und seines Kreises darf nicht von der Hand gewiesen werden. In diesen Zusammenhang gehören die treffenden Feststellungen P.s, daß wir die ‘Ebed-Jhvh-Stücke nicht auf jene bekannten Kapitel aus dem 2. Teile des Jesajabuches zu beschränken haben, sondern daß sie sich durch viel weitere Partieen hindurchziehen, so daß wir in jenem Buche den historischen Niederschlag eines das Volk aufs tiefste aufwühlenden politischen Erlebnisses sehen müssen, clas sich um das Martyrium eines angestammten Führers rankt. Von Kardinal Faulhabers Adventspredigten über ,,Judentum, Christentum, Germanentum 1933“ (A. Huber, München) interessieren uns vor allem die ersten drei, die sich mit den religiösen, den sittlichen und den sozialen Werten des Alten Testamentes befassen; während die vierte, ״Der Eckstein zwischen Judentum und Christentum“, einen besonderen Gegenstand christlicher Gläubigkeit behandelt und die fünfte, ,,Christentum und Germanentum“, auf die Einwirkung eingeht, welche das Germanentum vom Christentum erfahren hat. Obwohl der Redner nachdrücklichst unterstreicht, daß die Werte des Alten Testamentes durch das Evangelium Christi erst ihre ,,Erfüllung“ und ״Aufwertung“ gefunden haben, obwohl sie ihm also nicht den Höchststand des religiös-sittlichen Geistes darstellen, geht er mit so tiefer und verstehender Liebe auf das biblische Gedankengut ein, wie eben nur die Gewißheit, auf heiligem Boden zu stehen, es begreiflich macht. Denn selbst die Art, wie er, der Christ, von den ,,Schatten“ des Alten Testaments spricht, die niemals das viele und ganz helle Licht am Strahlen hindernderweist, wie für ihn dogmatisch und ebenso stark gefühlsmäßig die hebräische Bibel ein nicht zu entbehrendes Fundament seiner