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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 2 · p. Seite 265

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 2
Article
Einige Schriften zu biblischen Problemen [Rezension]
Date
1934-01-01
Page
Seite 265 (sequence 9)
Language
German
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Einige Schriften zu biblischen Problemen 265 vielmehr, weil sie immer etwas tun wollten, häufig das Falsche taten, während die Propheten, alles dem göttlichen Plan überlassend, praktisch zumeist weltpolitische Passivität anrieten und so in den nicht wenigen Fällen im Rechte waren, wo die vernünftigste Tat das Nichtstun war. Den Beitrag eines katholischen Gelehrten zur Würdigung der Bibel enthält die Schrift von Lorenz Dürr ,,R eligiöse Lebenswerte des A. T.“ (1928. Herder, Freiburg i. B.) Umfassendes Wissen und tiefe Liebe leiten Dürr auf seinem Wege durch das a. t. Schrifttum.־ Das Buch stellt eine mit ausgezeichneter Sachkenntnis und Umsicht getroffene Auswahl und Würdigung biblischer Gedanken und Empfindungen dar; und der häufige Bezug auf Ähnliches und doch wieder sich als ganz verschieden Ausweisendes im außer jüdischen alten Orient zeigt packend die Eigenart und Größe des religiösen Geistes Israels. TheTbedJahvehEnigma inPseudo -J saiah, a new point of view von J. L. Palache enthält eine erweiterte Rede, die auf dem vorjährigen Kongreß der orientalischen Ge- Seilschaft von Holland in Leyden gehalten wurde (verlegt bei Menno Hertzberger, 1934). Des Rätsels Lösung bringt Jes 4219, wo der Gottesknecht mit Namen genannt wird. Denn nichts andres als ein Name kann das Wort Meschullam in v. b sein, da alle Übersetzungsmöglichkeiten versagen und andererseits das Wort im hebräischen Kanon 25 mal als Name unzweifelhaft vorkommt. P. glaubt ebenso, in 497, 4426 und 525 zweifelsfrei aufzudeckende Spuren dieses Namens zu finden, wenn freilich auch an diesen drei Stellen Emendationen — an sich aber auch durch den Zustand des überlieferten Textes geboten oder nahegelegt — notwendig werden, um den Namen Meschullam herauszustellen. — Damit wissen wir zunächst kaum mehr als mit der Anonymität des. ‘Ebed-Jhv anzufangen. Immerhin führt eine leichte Spur auf den in I Chr 319 genannten Sohn Serubbabels, der diesen Namen trägt. Von diesem ist freilich wieder nur eben der Name bekannt. Denn Sellins Hypothese, daß er, der ältere Sohn des Serubbabel, in Jerusalem blieb, als der Vater 518 nach Babel zurückberufen wurde, scheint ebenso uns. vage, wie die von P. angezogene Notiz aus dem Seder olam sutta völlig unbrauchbar ist, gemäß der nach der Rückkehr Serubbabels nach Babel sein

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