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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 6 · p. Seite 458

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 6
Article
Beziehungen des christlichen Mittelalters zum Judentum
Date
1933-01-01
Page
Seite 458 (sequence 3)
Language
German
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458 Erich Klibansky und Luitpold Wallach ,,Sequuntur de glosis Salomonis Trecensis summi secundum Hebreos tarn veteris testamenti quam talmut exploratoris et sicut iam< dictum est, licet vetus testamentum taliter exposuerit quod nichil reliquerit non corruptum, tarnen de magno suorum errorum volumine sunt hie pauca, tum quia facultatem non habui lacius transferendi tum quia superius inter alia de talmut plurima de illis sunt inserta, quorum frequens repeticio posset fastidium legentibus generare.“ Auch die von Pflaum geäußerte Vermutung über frater Theobaldus beruht auf Irrtum. Tatsächlich wird unter den Teilnehmern des Gerichtshofes, der am 15. Mai 1248 die Talmud- Verbrennung in Paris beschlossen hat, neben frater Albertus Theutonicus, d. h. dem später so berühmten Albertus Magnus, ein frater Theobaldus de Saxonia genannt1, und es liegt kein Grund vor, ihn nicht mit dem späteren Pariser Subprior O. P. zu identifizieren. II. Eine christliche «Introductio in Talmut» aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Wie es nun in Wirklichkeit um die Anfänge der Talmudkenntnis im christlichen Mittelalter und zumal im Frankreich Ludwigs des Heiligen bestellt war, das ersehen wir aus der von jüdischer Seite noch nicht edierten ,,Praefatio“, die sich in beiden Teilen der mehrfach erwähnten Pariser Handschrift mit fast gleichem Wortlaut befindet2. Wenn man von den in damaliger Zeit selbstverständlichen Schmähungen auf das Judentum und seine Lehren absieht, so bietet diese Einleitung in den Talmud so ungemein viel Interessantes, daß es sich wohl lohnt, sie an dieser Stelle mitzuteilen. Die mehrfach genannte Pariser Handschrift enthält 2 Ab- Schriften der ,,Vorrede“, und zwar auf Fol. lc—4b und auf Fol. 97c—99d unter der Überschrift: ״prefacio in extractiones de talmut“. Wie Isidore Loeb (REJ II 248 ff.) bereits ausführlich begründet hat, handelt es sich bei der ersten Fassung der Vorrede unzweifelhaft um eine Kopie. Ob die zweite Fassung dem Original 1 ibid. f01. 235a. 2 Ein für unsere Zwecke nicht ausreichender Abdruck findet sich in dem in Deutschland recht seltenen Sammelwerk von Charles Duplessis d’Argentre, Collectio Judiciorum de novis erroribus. . . , Paris, 1755, I 146—148.

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