Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 6 · p. Seite 425

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 6
Article
Zu den Dialekten des Talmudisch-Hebräischen
Date
1933-01-01
Page
Seite 425 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2829132-2829991-2829998-2838633--52277-2838691
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Zu den Dialekten des Talmudisch-Hebräischen 425 II. Sekundäre Entwicklungen im Babyl. gegenüber dem Pal. 3. Übergang von / in י, bzw. Gleitlau t,1 nach a. B. Lewin, Iggeret R. Scherira Gaon, LX f., macht die richtige Beobachtung, daß sich ein, dem von den Grammatikern für das Ostsyrische konstatierten ähnlicher, Lautwandel des i im jüd.- b a b y 1. Aram. vollzogen hat. Mit den Ostsyrern hat es nämlich folgende Bewandtnis: ,,Namentlich die OS lassen aber auch sonst ein etymologisch berechtigtes /, u zwischen zwei Vokalen oft verhallen und sprechen דדא wie hä§, אחך!ח wie hräath2. Auch dieser Übergang kommt in der Schrift zuweilen zum Ausdruck, so findet sich מאית ,,tot“ neben רוחנאין גמץח ,,geistige“ neben 3רו-חנלין.“ Der Zusammenhang zwischen diesem ostsyrischen Lautgesetz und der babyl.-aram. Nisbeendung 4זאה (in einigen Wörtern, wie בתרא ,קמא, zu a zusammengezogen) für gemeinaram. rPT, sowie mit babyl.-hebr. רמאות ,אונאה ,הוראה ,החראה usw. für die pal. Formen mit (radikalem!) i, אכפדראוח ,משבאות, u. s. w. für pal. זי1ת, — liegt auf der Hand. Wenn nun Lewin zu diesen Daten u. a. auch solche stellt, die mit ihnen herzlich wenig zu tun haben, und hieraus gerade das Gegenteil von dem schließt, wozu sie berechtigen, so sind sie nichtsdestoweniger bewährte Tatsachen. In Bezug auf dieses Kriterium ist das pal. Schrifttum noch konsequenter als auf die vorhergehenden; nur bei den Verbis tert. / gebraucht es — wohl wegen der Analogie der suffixlosen Form קטא) קטה) 1 Welches ־von beiden in diesem Fall mit dem Aleph gemeint ist, vermag ich nicht zu entscheiden; aber der Gleitlaut dünkt mich wahrscheinlicher. 2 ,,Sie setzen daher gern ein kleines א über ein solches \££— Nöldeke, Knrzgef. Syr. Gramm.2, S. 28, Fußnote. 3 C. Brockelmann, Syrische Grammatik4, Abschn. 20a. 4 Bas Onkelos- und Prophetentargum und die meisten Hagiographotargume, welche diese Eigentümlichkeit mit den babyl. Schriften teilen, haben jedenfalls in Babylonien ihre letzte Redaktion erlebt. Biese Targnme bieten ferner לצלארי für pal. מצלייה und ähnlich für die Infinitive anderer Verba tertiae י (was im babyl. Talm. unmöglich ist, da hier die Infinitive לצלרי usw., mit o statt ä) lauten. (Ein besonders schönes Beispiel istA^p^ Isa 5716 (Kahle, MO, S. 36) — Inf. Hiph. von \[חיי, mit virtueller Verdopplung des ersten statt des zweiten Radikals, nach aram. Art bei Verbis med. gern, und Übergang des י in א nach ä.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.