Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zu den Dialekten des Talmudisch-Hebräischen
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 424 (sequence 12)
- Language
- German
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424 H. L. Ginsberg Haut), כודעחא (hebr. kar'e hammitta, auch baby].־־aram. kar'a), רובה (babyl. rabba, der Ältere), תודעה (= tarfa, das Tor), שובתיי (= babyl. שבתאי [Eigenname]), שובעה und (christl.) שובעא (die Zahl 7), שובא (babyl. שבא, Woche), christl. שורבטא (Rute, Zepter), פונרא ,פונר (syr. und targ. pagra, Körper), שובטיא (syr. gabte, Stämme), und פורדיסא (s. Ges.״Buhl17, 657b zu hebr. pardes)1 2. Schon diese Beispiele, im Vergleich mit ihren ost-, und zugleich gemeinaram. Gegenstücken, beweisen, daß diese Trübung spezifisch pal. ist. (Die meisten angeführten aram. Wörter haben eine Labialis am Anfang oder Ende der betreffenden Silbe. Aber wieviele ge״ schlossene Silben mit kurzem a kommen im Aram. überhaupt vor, welche mit einer Labialis weder an״ noch auslauten? הודעה ,כורעתא und שודבטא beweisen, daß der Lippenlaut höchstens Mitfaktor ist. Ähnlich im pal. Hebr. בדשן ,קובלן ׳עובדו ,קופדן aber auch ohne Lippenlaut: קולחי ,תורדין ׳תורווד ,קורדום ,רוצחן ,רוצעץ ,3גוזלן (MPe'a Cod. Kaufmann und editio princeps; קוסתות, Kel 15x Cod. Kaufm.). Daß die Geonim trotzdem — aber äußerst selten — קופדן — dicht neben קפדנותו — (Harkavy, Responsen der Geonim, S. 126 Z. 22) und גוולנותא (ebenda S. 160 Z. 8, falls kein Druckfehler, was mangels einer zu erwartenden Bemerkung seitens des Herausgebers möglich ist) zu schreiben scheinen, ließe sich auch hier durch das Vorbild einer in Babylonien bekannten, lautlich palästinischen, Mischna Tosephta und tannaitischer Midraschim) erklären. In diesem Fall darf ferner die starre Folgerichtung des BTalm.s, urgiert werden, der, da קפדן ebensowenig klassisch ist,־ wie קופדן, hierin doch aus keinen klassizistischen Gründen entstellt sein kann. 1 Trotz gr. ,Iordanes kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, daß das o in pal. יורדבא (babyl. und Onkel, iard־) sekundär ist und ebenfalls hierher gehört. 2 Die alte Auffassung dieser Formen als Erweiterungen des Partizips, an der manche vielleicht noch zögernd festhalten, dürfte durch die gelegentliche Punktation mit u und folgendem Dagesch im Kodex Kaufmann (z. B. Schabb. 18) bzw. (trotz des ו) mit Kames (z. B. יםדרבן Ber. 53) endgültig erledigt sein. Ferner möchte ich fragen: Wie sollte בדשן als Er- Weiterung eines Partizips erklärt werden? Gewiß hat es nie ein בדש gegeben, und das ex hypothesi regelrechte *ביישן stünde den Formen aus starken Wurzeln zu nah, um durch eine ,,Analogiebildung‘4 wie בדשן verdrängt zu werden.