Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zu den Dialekten des Talmudisch-Hebräischen
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 423 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/2829132-2829991-2829998-2838633--52275-2838689- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Zu den Dialekten des Talmudisch-IIebräischen 428 2. Übergang von kurzem a in geschlossener Silbe in (kurzes) o. Es ist allgemein bekannt, daß der Jeruschalmi häufig und die ,,Jeruschalmi-ähnlichen“ Mischnahss., sowie verschiedene Fragmente tannaitischer Werke fast immer, die Formen קובלן,רוצען,עובדן usw. statt der rlosen Formen sonstiger Ausgaben verwenden; dazu קורתם und תודווד für קרדום bzw. תרווד, und recht häufig ein ו im Status constructus pl. der qatl-Nomina, z. B. קולחי (MPe*a 35, ed. princ. Lowe, Kaufmann-Ketib; mnDipKel 15!, Kaufmann-Ketib usw.1. Ferner ist die analoge Behandlung von griechischen Fremd- Wörtern, außer in jüdischen Schriften, in die sie ausnahmslos letzten Endes über Palästina gelangt sind, nur im Christlich- Palästinischen anzutreffen: so פונדקי ,מוקדון ,קולמוס und (christl.) 3[אןלונטית ,32>ונטוקיא (lention), פרוכסין (präxin), כדוספדא (kräspedon), גולייר (galearius), פודכא (pherne, ,,Mitgift“), ,3דוכסמני 3פרוודאות. Nach alledem braucht wohl kaum betont zu werden, daß dieses Gesetz sich auch in einheimischen pal.-aram. Wörtern behauptet, und zwar ebensowohl im ehr. wie im jüd. Pai.-Aram.: z. B. רומשא ,מוגדלא ,בית מוקדשא (auch christl.); משכא ==) מושכא ,דובשא 1 In ת[ל]רנוגול dagegen entstand das u vielleicht früh durch regressive Assimilation; denn wir finden auch (dicht neben )» Festschr. S. 209 und תרנצולת (in einem Scheeltot-Fragment, aber allerdings vermutlich erst außerhalb der babyl. Kreise punktiert) Geonica S. 358. (Ob dieses u (o) babylonisch irgendwo auch durch Pieneschreibung ausgedrückt wird, entzieht sich meiner Kenntnis.) 2 Hugo Dünsing, Chr. pal. aram. Teste u. Fragmente S. 35, Kol. 2, Z.12. s Wobei e bzw. das im Hellenistisch-Griechischen nur graphisch davon verschiedene ai, auch wie a behandelt wird. So wohl auch מוכני < *mekhne < *mekhne <; mekhane; dafür spricht die Lesart מיכגי im ‘Aruch, מכני in M. Jona 310 bei Lowe, (so punktiert) im Cod. Berolin. Orient. 567. Ja, für das ,,praesidium“ des Hieronymus (das ,,phrürion“ des Eusebius) steht auf der Madabakarte geradezu ,,Prasidin“, A. Jacoby, Das geographische Mosaik von Madaba, S. 45. Die gr. und lat. Transkriptionen beweisen, daß das pal. Patah oft stark imaliert wurde: G. Bergsträßer, Hebr. Gramm. I 10c (was auch durch die Schreibweise des Chr.-Pal. be^ stätigt wird), und dasselbe war, nach den Papyri zu urteilen, auch in der Koine des Südostwinkels des Mittelmeerbeckens der Fall: W. Schubart, Einf. in die Papyruskunde, S. 191, unten.