Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zur jüdischen Altertumskunde
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2829991-2829997-2838520--52194-2838584- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Zur jüdischen Altertumskunde 361 des jerusalemischen Tempels führten oft derartige Beinamen1. חודם* richtiger חרום ist, wie schon früher nachgewiesen2, kein Ortsname, sondern Beiname (eines Priesters), der übrigens schon Neh 39 vorkommt, wo חדרם אף חרו-מף zu erklären ist, und einen Mann ,,mit der eingedrückten Nase“ bezeichnet. Wahrscheinlich hat der Name der Priesterabteilung חרם ==) חרם) die gleiche Be״ deutung. Unter den I Chron 24 aufgezählten, auch sonst bekannten Priesterabteilungen3, findet man einige, deren Namen ursprünglich sicher Beinamen waren. Solche sind ש'נ1ךים (V. 8 ,,Gersten“); הק1ץ (ebd. ,,der Dorn“); ם!יר (V. 15, statt די??). Mag auch die Einrichtung der Priesterabteilungen, wie I Chron 24 angegeben, auf die älteste Zeit der Kultusordnung in Jerusalem zurückgehen, so gehören die Namen der Priesterabteilungen zum Teil jeden״ falls der nachexilischen Zeit an, in der derartige Beinamen, die öfters auch Spitznamen sind, anzutreffen sind. Diese Beobachtung ist übrigens schon von dem Amora R. Jose b. Hanina gemacht worden, der die Namen der aus dem Exil Heimgekehrten als כעורין ,,häßliche“ bezeichnet4. חסית Schemot R. 2 § 2 soll nach dem Kommentator מ״כ Ortsname sein. Das richtige ist jedoch — worauf mich J. Löw aufmerksam gemacht — bei Ben-Jehuda, 1665 zu finden: es ist arab. חסי ,,wasserführende Sandschicht“. חפושיה Ber. R. 53 § 7 Beiname eines R. Izhak, der nach dem handschriftlichen Kommentar (angeführt bei Theodor, 562) aus diesem Orte sein soll. Doch durfte es sich eher um einen Spitznamen handeln, der von חפושיח (eine Art Käfer) abzuleiten ist. Ähnliche Namen sind פך?1ש (bibl.), חזיר (s. v. חורם) und 5קנתירם. Siehe auch weiter unten Artikel פשפשה. 1 Mi. Schekalim VI; Toss. II 14; vgl. die oben S. 306, Anm. 2 angeführte Arbeit, S. 330 ff. 2 MGWJ 1920, 181 f. 3 Vgl. meine ,,Beiträge zur Geogr. und Gesch. Galiläas‘4 (1909) und das in der Anm. 6 genannte Heft. 4 Ber. R. 71 § 3 ed. Theod. Albeck 824—5: שמותיהן כעורין ומעשיהם באין אילו וזכו ועלו ובנו בית המקדש (Ezra 2,51) בני הגולה בני בקבוק, בני תקופה, בני חרחור. Andere Handschriften führen die Namen aus V. 53 an (vgl. auch Bacher, ApA I, 424 f.). 5 Vgl. dazu לשוננו I 347.